Bin ich wirklich eifersüchtig? Hmm, keine Ahnung, vielleicht liegt es auch daran, dass ich Bernd nicht so richtig mag. In der Zeit als wir Connys Wohnung eingerichtet haben, konnte ich ihn ein bisschen kennenlernen und da war er mir einfach unsympathisch.
Mein Schweigen wird von Conny anders gedeutet:
„Wenn du es genau wissen willst: Es gab ein paar Mal Sex, bei dem seine Neigungen überdeutlich wurden. Ich kann jetzt verstehen, warum Lisa keinen mehr mit ihm wollte. Dass ich’s mit ihm versucht habe, war mehr wegen der Einsamkeit. Weil ich Anschluss gesucht habe und niemanden anderen kenne im neuen Umfeld. Ich habe einen Menschen gesucht, mit dem ich mich austauschen kann, aber dafür ist er ganz und gar nicht der Richtige.“
Ich komme nicht dazu, weitere Fragen zu stellen, weil Lisa beginnt, mit Connys Mutter den Tisch abzuräumen. Conny springt auf und greift sofort mit zu.
Für mich bleibt nicht mehr viel zu tun, und so stehe ich ein bisschen unschlüssig da, als sie wieder aus dem Haus kommen.
Connys Mutter verabschiedet sich und Conny will sich auch zurückziehen.
„Ich hatte gehofft, wir trinken noch ein Glas Wein zusammen“, wendet Lisa ein und hält die Flasche Roten hoch, die sie mitgebracht hat.
„Nein, ich hatte genug“, winkt Conny ab. „Lasst ihr doch zu zweit den Abend noch ausklingen, ich verkrümel mich mal.“
Lisa blickt mich fragend an. Ich lege noch ein paar Scheite Holz auf und stelle einen Campingtisch hinter unsere Gartenstühle. Ohne uns weiter abzusprechen, holt Lisa zwei Gläser und gießt ein. Wir sind wirklich schon ein eingespieltes Team und verstehen uns ohne viele Worte.
„Auf den schönen Abend“, sagt Lisa beim Anstoßen.
„Dank dir ist es einer geworden“, gebe ich zurück, weil Lisa es wirklich gut organisiert hat.
Ich durfte mich um nichts kümmern, das war ihr Geschenk.
Gespräche am Feuer
Ob das gut geht? – Teil 27
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Gespräche am Feuer
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