Gespräche am Feuer

Ob das gut geht? – Teil 27

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Gespräche am Feuer

Gespräche am Feuer

Jo Diarist

Lang hat es nicht gedauert bis ich auf der Massageliege lag und der Mann sich meine Beine auf die Schultern gelegt hat. Dann hat er mich genagelt wie ein Berserker. Kurz vor seinem Abschuss hat er mich runter gehoben und ich musste mich vorgebeugt an der Liege abstützen.
Als er in mir kam, hat er gegrunzt wie ein Schwein und langsam wurde mir bewusst was ablief.
Bernd hat es die ganze Zeit gefilmt und dann kam der Hammer.“
Mehrfach schluckt Lisa vernehmlich und ich bin unfähig etwas zu sagen bevor sie leise fortfährt:
„Der Mann hat sich zurückgezogen und Bernd genau gefilmt wie dessen Sperma aus mir raus lief. Dabei gab er mit heiserer Stimme Kommandos: `Mach die Beine etwas weiter auseinander.´, `Drück mal.´, und ähnliches. Schließlich hat der die Kamera seinem Kumpel gegeben, mit den Fingern drin rum gematscht und mich dann geleckt.“
Erneut schüttelt es Lisa, und als sie weiterspricht, ist sie so leise, dass ich kaum noch verstehe was sie sagt:
„Ich geb ja zu, dass mich das in dem Moment absolut heiß gemacht hat. Da kam ich sogar zwei Mal ganz heftig, aber das lag am Lecken im Allgemeinen. Dazu erzähl ich dir vielleicht mal noch was.
Jedenfalls hab ich dann irgendwann geschnallt, dass er zwischendurch auch immer wieder einmal den Schwanz von dem Kerl gelutscht hat und da kam ich dann endlich wieder zu Verstand. Bernd wollte mich dann eigentlich auch noch vögeln. So war’s jedenfalls abgesprochen, aber bei mir war dann der Ofen aus. Ich hab mich losgerissen, angezogen und gefordert, dass wir sofort nach Hause fahren.
In dieser Nacht war er alleine im Schlafzimmer und ich heulend und schlaflos auf der Couch. Ich vermute, er hat sich das Aufgenommene reingezogen und dabei gewichst. Lange Zeit durfte er mich dann gar nicht mehr anfassen. Sex gab’s von da an mit ihm nicht mehr. Auch andere durften mich seit der Zeit nicht mehr vögeln. Du warst der erste, der das seit diesem Tag wieder durfte.
Das Schlimme ist, dass ich vielleicht nicht ganz schuldlos bin, dass sich Bernd so entwickelt hat. Aber darüber möchte ich heute nicht mehr sprechen.“
Stille, nur das Knistern des Holzes ist zu hören wenn sich die Flammen hineinfressen.
Wir starren beide ins Feuer und ich könnte mich selbst Ohrfeigen, dass ich gefragt habe. Ich höre das leise Schniefen neben mir, rücke mit meinem Stuhl heran und nehme Lisa in den Arm. Sanft streichle ich über ihr Haar und berge ihren Kopf an meiner Brust.
Es war so ein schöner Abend und ich Depp habe ihn zu einem hässlichen Ende verholfen. Wieder einmal habe ich das Gefühl, das ich mit meiner Dummheit einreiße was ich vorher mühsam aufgebaut habe.
„Verachtest du mich jetzt?“, würgt Lisa mühsam heraus.
„Warum sollte ich? Du bist doch deswegen niemand anderes als vor diesem Wissen. Das trifft jetzt eher auf deinen Ex zu.“
„Mach das nicht!“ Lisa löst sich von mir. „Er hat mich nie zu etwas gezwungen, ich hab es damals freiwillig gemacht und wie schon gesagt, ich bin vielleicht nicht ganz schuldlos.“

Ich kann’s zwar nicht verstehen, aber ich verspreche Lisa es Bernd nicht spüren zu lassen.
Dass Lisa der Kinder wegen trotzdem bei Bernd geblieben ist kann ich auch nicht nachvollziehen, aber jeder ist eben anders und vielleicht liegt es auch daran, dass sie sich eine Mitschuld gibt.
Ich bin gespannt zu erfahren, worin die liegen soll.

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