„Ihr seid ein schönes Paar. Man merkt gleich, dass ihr zusammengehört, weil bei euch ganz viel Harmonie drinsteckt. Warum haben wir das nicht so hinbekommen?“, fragt Conny.
Wir sitzen an der Feuerschale und ich starre grübelnd in die Flammen. Fast alle sind schon gegangen. Selbst unsere Kinder haben sich bereits auf ihre Zimmer zurückgezogen. Hansi schläft ebenfalls bei uns auf der Doppelbettcouch im Wohnzimmer und Conny wird dann auch dort übernachten.
Ich blicke zum Tisch, an dem Lisa sich mit Connys Mutter unterhält, und bin wieder einmal erstaunt über all die seltsamen Konstellationen, die sich in letzter Zeit ergeben haben.
„Ich denke, es gab Zeiten, da hatten wir das auch“, sinniere ich und starre wieder in die Flammen.
„Warum hat es dann nicht gehalten?“
„Ja, warum?“ Eine Frage, die ich mir auch schon gestellt hatte und keine befriedigende Antwort gefunden habe, außer: „Vielleicht ist uns nur das Leben dazwischengekommen.“
„Wie meinst du das?“
„Ich gehe da jetzt mal von mir aus. Der Alltag hat mich gefordert, vielleicht auch überfordert. Dabei habe ich dann vergessen, auf dich zu achten. Auf das, was dir wichtig ist und was du brauchst.“
Conny wendet ihren Blick auch den Flammen zu.
„Hmm, könnte sein. Hat vermutlich aber auf Gegenseitigkeit beruht. Ich weiß nicht, wann ich mir das letzte Mal Gedanken gemacht habe, was du brauchst, oder dir wichtig ist. Außer in der Zeit, als eigentlich schon klar war, dass bei uns die Luft raus ist.“ Sie sieht mich wieder an und setzt hinzu: „Pass auf, dass es dir mit Lisa nicht so geht. Es wäre sehr schade, weil es so gut passt bei euch!“
Es erstaunt mich immer wieder, dass Conny keinerlei Wut auf Lisa zeigt. Nur Traurigkeit schwingt in ihren Worten und ihrer Miene mit.
„Ich hätte nie gedacht, dass sich Lisa hier so gut einlebt.
Gespräche am Feuer
Ob das gut geht? – Teil 27
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