Das Geständnis

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Das Geständnis

Das Geständnis

Herzog

Insgeheim hatte er es immer kommen sehen, aber als sie es ihm jetzt sagte, war es doch ein Schock.

Ich habe dich betrogen, Schätzchen, und es war toll.

Sie lächelte versonnen und fuhr ihm mit den Fingern durchs Haar.

Was sagst du dazu, mein Kleiner?

Er kniete kerzengerade vor ihr, die Hände wie gewöhnlich auf dem Rücken. Sie hatte es sich in ihrem Lieblingssessel bequem gemacht. Einen Augenblick wusste er nicht, was er sagen sollte.

Es war dies die blaue Stunde, für ihn die schönste Zeit des Tages, wenn sie beide sich allmählich aus dem Alltagsleben lösten und in ihre geheime Gegenwelt einzutauchen begannen. Es war die Zeit, zu der sie entschied, was die Nacht für ihn bringen würde. Meist waren es ja nur unruhige, sehnsuchtsvolle Träume, wenn er sich in seiner Zwangsjacke, dem Leibgurt und dem quälend engen Keuschheitsgürtel auf seinem harten Feldbett hin- und herwarf. Manchmal aber hatte sie auch Erbarmen mit ihm, ließ es zu, dass er sich zu ihren Füßen bettete, erlaubte ihm vielleicht eine schnelle Selbstbefriedigung oder streifte sich gar selbst den Gummihandschuh über... Und drei- oder viermal in der Woche befahl sie ihn zum Lecken zu sich.- Dann kam es ihm vor, als lebte er nur für diese Zeit zwischen ihren Schenkeln, wenige Minuten manchmal, am Wochenende aber auch Stunden, die nicht vergehen wollten...

Er mußte sich räuspern.

Was soll ich dazu sagen, Herrin?

Sie schien enttäuscht zu sein.

Macht es dir nichts aus, Dummkopf? Willst du mich nicht fragen, mit wem ich ins Bett gegangen bin?

Er zog resignierend die Schultern hoch.

Wenn ich nur bei Euch bleiben darf, Gebieterin...

Im Grunde genommen war ihm alles andere wirklich egal. Vor einem knappen halben Jahr hatte sie ihn beim unerlaubten Onanieren erwischt. Es gab dann diesen Vertrag: kein Geschlechtsverkehr, absoluter Gehorsam! Ungefähr sieben Monate lief seine Bewährungsfrist noch. Es war eine Bewährungsfrist für ihn, nicht für sie...

Er ist ein richtiger Mann, verstehst du. Nicht solch ein Schlappschwanz wie du.

Sie fasste ihm unters Kinn und sah ihm in die Augen.

Na, liegt da nicht eine Spur von Auflehnung in Deinem Blick?

Er schwieg, aber ihre Ungerechtigkeit schmerzte ihn doch. Er wusste, dass er durchaus mit anderen Männern mithalten konnte, vorausgesetzt natürlich, sie erlaubte ihm, dieses grausam enge Futteral abzulegen. Schon im Ruhezustand war sein Schwanz eigentlich für die starre Gummiröhre zu groß, und auch seine Hoden fanden in dem knapp geschnittenen Beutel nur fest zusammengepresst ihren Platz.

Sie hatte sich erhoben und seine silberne Jugendstil-Trinkschale aus der Anrichte genommen. Für eine Minute ließ sie ihn allein zurück und stellte das halbgefüllte Gefäß dann vor ihm auf den Steinfußboden. Gehorsam beugte er sich vor und schlürfte ihre körperwarmen Köstlichkeit, ohne dabei die Hände zu Hilfe zu nehmen.

Seine Unterwürfigkeit gefiel ihr, keine Frage, aber irgend etwas schien sie doch zu stören.

Sie runzelte die Stirn.

Ich mag es nicht, dass du auf mein Geständnis so gleichgültig und uninteressiert reagierst. Ein bisschen mehr Temperament könnte wirklich nicht schaden. Ich glaube, es ist mal wieder an der Zeit, dass ich dir etwas Pfeffer in den Hintern blase.

Damit führte sie ihn hinaus in die ehemalige Speisekammer, die nun ihr Spielzimmer war. Vergebens versuchte er, sie umzustimmen.

Du machst es nur noch schlimmer, wenn du mich durch dein Gejammer nervst, sagte sie mit einem Unterton, der Schlimmes ahnen ließ.

Sei wenigstens jetzt ein Mann, du weißt, du hast deine Strafe verdient.

Sie ließ die Handschellen um seine Gelenke einklicken und befestigte sie an dem Karabinerhaken in der Wand.

Ich habe doch gar nichts gemacht, flüsterte er und sah sie flehend an.

Sie schob einen Knebel zwischen seine Kiefer und zog ihm die Hose herunter.

Das ist es ja gerade, meinte sie ernst, und die Auspeitschung begann.

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