Melde mich. Sven“. Das hörte sich ein bisschen unterkühlt an, aber ich war sicher, dass das nicht so gemeint war. Er war viel zu eifrig bei der Sache gewesen.
Seine Nachricht vom nächsten Morgen war auch wesentlich liebevoller, vielleicht war er einfach nur fertig gewesen.
Jedenfalls fragte er, ob wir am Abend uns noch sehen könnten. Er hätte zwar Nachtschicht, er könne aber vorher vorbeikommen. Ob 19:00 Uhr ok sei? Wenn es mich nicht stören würde, dass er ‚danach‘ verschwinden müsse…. Ja, es war ok … und nein, zur Not störte mich das nicht. Er sollte mich jetzt entkorken, verdammte Axt! Also schrieb ich ihm: „Ja gut, ich freue mich. Bis heute Abend. S.“
Pünktlich 19:00 Uhr stand er vor der Tür und drückte mir einen Kuss auf, während ich ihn einließ. „Hast du Hunger?“. Ich wartete gar nicht auf die Antwort und zog ihn in die Küche. Dort fleezte er sich auf einen Stuhl und nuckelte versonnen an einer Flasche Bier, die ich ihm gereicht hatte, während ich etwas Essbares auf den Tisch brachte. „Magst du erzählen von deinem Einsatz?“
„Och, nichts Besonderes. War schon ein Großbrand, aber keine Menschen und Tiere in Gefahr. Wir hatten aber eine Weile zu tun.“ Das war der ganze Bericht, geschwätzig wirkte er nicht gerade. Als ich ihn fragend anschaute, schob er hinterher: „Weißt du der Brand bewegt mich nicht besonders. Ich muss eigentlich immer nur an dich denken.“
„Sei ehrlich, du denkst doch vor allem an die bevorstehende Hausdurchsuchung, wie du es genannt hast.“
Er wurde ein ganz kleines bisschen rot und wollte irgendwas stottern, aber ich kam ihm zuvor: „Ich nehme das mal als Kompliment, und ich will es doch auch. Wenn du aufgegessen hast, gehen wir Duschen, die Zeit läuft.“
Noch 2 Stunden bis er weg musste.
Ich ließ den Tisch eingedeckt, unwichtig jetzt, nur Zeitverschwendung!
Gestörte Ordnung
Alles in Ordnung - Episode 3
12 8-13 Minuten 0 Kommentare
Gestörte Ordnung
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