Nun möchte ich diese leidige Sache aber schnell aus der Welt schaffen. Ich muss mit den Mädchen reden!“ Jolanthe machte sich mit Klaus auf, um Alwine so schnell wie nur möglich zu finden. Die rannte wie von Teufeln gehetzt durch den Park, wo sie ihre Schwester mit dem Leutnant erblickte.
Alwine stürmte auf das Paar zu, das händchenhaltend auf der Bank weilte. Alwine sah ganz verschwitzt aus, als sie luftholend vor den beiden stand. „Luise, ich muss dich dringend sprechen…wegen dem Fräulein…es ist wirklich ganz wichtig!“ Die Ältere spürte, dass etwas nicht stimmte. Luise vertröstete ihren Galan auf das nächste Wochenende, was dieser mit einem leisen Seufzer quittierte. Heinrich verabschiedete sich von Luise, die sich nun mit ihrer Schwester auf den Heimweg machte. Unterwegs erzählte ihr Alwine, was sie am Seeufer erlebt hatte. Luise fand Jolanthes Abenteuer eher aufregend denn verwerflich. Sie fragte sich dennoch, wie die Gouvernante darauf reagieren würde, dass Alwine sie gesehen hatte? Schon einige Minuten später bekam sie die Antwort darauf. Jolanthe und Klaus kreuzten ihren Weg, worauf Alwine Reißaus nehmen wollte.
„Bleib schön hier, Alwine! Du musst keine Angst haben, da ich mit dir und Luise etwas besprechen will…“ Klaus hielt Alwines Arm fest, ohne ihr dabei weh zu tun. Jolanthe fuhr fort: „…Alwine hat mich und meinen Verlobten beobachtet! Das gehört sich nicht, tut aber im Moment nichts zur Sache. Ich habe mich hinreißen lassen und Dinge getan, die eine unverheiratete Dame nicht tun sollte. Schon gar nicht am Seeufer, was das Ganze noch verschlimmert. Ich verdiene eine Strafe, die ich nun euch überlassen will. Ihr könnt nun zu euren Eltern gehen, um ihnen meine Missetat zu berichten! Die daraus resultierenden Konsequenzen muss ich dann tragen, oder aber ihr wählt eine andere Möglichkeit…“ Luise zitterte, als sie nachhakte: „…Welche wäre das denn, Fräulein?
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