Dann sah er ihr Profil. Die Frau seifte ihre Brüste ein. Und was für Brüste das waren! Nichts Modernes, Aufgepimptes, oh nein. Das waren natürliche, etwas schwere, appetitliche Hausfrauenbrüste! Die Farbe der Nippel war durchs angelaufene Glas nicht so gut zu erkennen – Nathan tippte auf hellbraun.
Ob das Schätzchen rasiert war? Nathan hielt sich oft in der Sauna auf, und da sassen sie reihum, diese konfektionierten Mädels, deren Schamlippen sich wie ein Ei dem andern glichen. Zarte, glattrasierte Formen, gewiss, und wer das mochte, dem sei dies unbenommen. Die Mädels entstammten den Büros und den Verkaufshäusern der näheren Umgebung, waren arglos, garantiert ungebunden, ein Lover da und ein Lover dort.
Die duschende Frau hier war aber etwas ganz anderes. Nathan wusste, dass sie Mutter war, Mutter einer kleinen Tochter, die jetzt wohl gerade bei Grossmama weilte. Nathan stand auf Hausfrauen, Frauen, in die eigentlich niemand mehr verliebt war, deren Seelen aber nach etwas Kommunikation und Zärtlichkeit dürsteten.
Und Nathan fragte sich, wie sich diese Frauen pflegten? Ob sie ihr Schamhaar noch trimmten? Für wen denn? Für den immer müden Waldi, der erst spätabends nach Hause kam? Nathan nannte für sich all diese Ehemänner „Waldi“, denn so sahen sie auch aus – mit Tränensäcken unter den Augen, grossen, weissen Händen und schwarzen Hochglanzschuhen.
Da wandte sich die Duschende Nathan zu – er zuckte zusammen. Nun hatte er sie frontal vor sich – nur durch eine beschlagene Glasscheibe von ihr getrennt. Ihr Wäldchen war zuckersüss, und Nathan konnte kaum mehr an sich halten. Mit einem Waschtuch seifte sie ihre Intimzone ein, ausgiebig, langsam… und dann liess sie das blaue Waschtuch zu Boden gleiten und befriedigte sich im Stehen! Es war eindeutig das Bild einer sich selbst befriedigenden Frau, das sich Nathan hier darbot! Sie liess ihre rechte Hand kreisen… und trat dann einen Schritt zurück, so, als wollte sie sich ein bisschen besser vor Nathan verbergen – bei ihrer intimen Tätigkeit!
Nathan traute seinen Augen nicht. Die Frau setzte sich hin. Knapp konnte er erkennen, dass sie den Duschkopf auf ihre Muschi richtete. So war das also! All diese Filmchen, die er sich aus dem Internet herunter geladen hatte, die Filmchen von Frauen, die in der Badewanne oder unter der Dusche masturbierten, waren also nicht gestellt, keine Phantasie kranker Videofilmer… nichts Aufgenötigtes! Es konnte also wirklich sein, dass sich eine unbescholtene Hausfrau im Lauf des Morgens in die Dusche setzte, sich streichelte, den Duschkopf aufs Pfläumchen richtete… auf eine verlangende, spitze Cliti, warme, weiche Wasserstrahlen…
Nathans Erektion war unerträglich und begann zu schmerzen. Er war hypnotisiert. Wie lange er am offenen Badezimmerfenster stand, hätte er nicht zu sagen vermocht. Das leise Stöhnen der Frau ging ihm durch und durch, ein zartes Geräusch, das er trotz des Wasserstrahls und der lärmenden nahen Autostrasse vernahm…
Die Frau schob die Glasduschenscheibe zur Seite. Blitzschnell bückte sich Nathan, ergriff zitternd den Bunsenbrenner und ging seiner Arbeit nach, während die Frau sich in ein grosses, buntes Tuch hüllte, das Badezimmerfenster schloss und den Morgen weiter fliessen liess.
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