Sie zog eine betont enge weiße Bluse und einen Push-Up-BH darunter an, um ihre schönen Brüste besser zur Geltung zu bringen, und sprühte sich mit ihrem teuersten Parfüm ein. Dazu zog sie einen eng geschnittenen, knielangen schwarzen Rock, eine semi-blickdichte schwarze Strumpfhose und schwarze Ballerinas an. Warf schließlich ihren schicken grauen, halblangen Übergangsmantel über und machte sich mit klopfendem Herzen und flauem Gefühl in der Magengegend auf den Weg zur Arbeit. So aufgeregt war sie noch nie gewesen, außer vielleicht beim Vorstellungsgespräch und am ersten Arbeitstag in der Kanzlei.
Dort gab es eine Kaffeeküche, nahe beim Empfang, und Hanna saß so, dass sie immer hineinblicken konnte. Daher hatte Gloria einen Plan ausgeheckt, um heute möglichst oft und lange in der Kaffeeküche verweilen zu müssen und so Hannas Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.
Dazu hatte sich Gloria entschlossen, in der Kaffeeküche überaus sorgfältig und zeitaufwendig ein Müsli zuzubereiten. Alle Zutaten dazu brachte sie von zu Hause mit. Wenn sie längere Zeit in der Küche zugange war, würde Hanna – falls sie Interesse an ihr hatte – ihr wahrscheinlich irgendwann Gesellschaft leisten. Es würde zu einem zwanglosen Plausch zwischen den beiden kommen, und womöglich würde sich eine Gelegenheit ergeben, den Kontakt zu vertiefen … Mal sehen, ob dieser Plan aufging.
Ihre Erregung stieg förmlich ins Maßlose, als sie die Kanzlei betrat. Hanna war schon da und siehe da, sie begrüßte sie mit einem derart warmherzigen, zärtlichen Lächeln, dass Gloria sogleich das Herz aufging. Außerdem zwinkerte sie ihr schon wieder zu! Das hatte sie vorher nie gemacht, am Samstag zum ersten Mal und nun schon wieder. Gloria wusste, solche subtilen Signale zu deuten.
Gloria und Hanna
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