Gloria und Hanna

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Gloria und Hanna

Gloria und Hanna

Erwin G. Burmeister

Als sehr schöne, attraktive Frau blinzelten und zwinkerten ihr die Männer immer wieder zu, aber nun tat das zum ersten Mal eine Frau. Aber wie gesagt, das konnte auch nur reine Sympathie sein.
Trotzdem war Gloria äußerst nervös und verstaute mit leicht zitternden Fingern die Boxen mit den Müslizutaten in Kühlschrank und Küchenschrank, um anschließend in ihr Büro zu gehen. Nach einer halben Stunde beschloss sie, sich einen Kaffee zu machen. Während sie zusah, wie das schwarze Lebenselixier aus der Maschine in die Tasse rann, beobachtete sie Hanna aus dem Augenwinkel heraus. Ihr schien es so, als würde sie sie intensiv mit ihren Blicken fixieren und jede ihrer Bewegungen verfolgen. Blitzschnell wandte Gloria mit einem Mal den Kopf zu Hanna hin, die gar nicht so schnell ihren Blick von ihr abwenden konnte, puterrot wurde und verlegen lächelte. Sie hatte also richtig vermutet. Noch so ein überdeutliches Anzeichen.
So viel Kaffee hatte Gloria noch nie getrunken während der Arbeit. Immer wieder zog es sie zur Kaffeemaschine, immer wieder fühlte sie Hannas Blick auf sich ruhen, immer wieder trafen sich die Blicke der beiden wie zufällig, immer wieder lächelten sie sich an, und es schien Gloria, dass nicht nur sie jedesmal leicht errötete, sondern auch Hanna.
Endlich war es so weit. Zeit fürs Müsli! Gloria holte die Zutaten aus den Schränken und begann, das Obst zu schnippeln. Sie zwang sich, ruhig zu bleiben. Siehe da: Es dauerte keine zwei Minuten, bis Hanna die Küche betrat.
„Na, was machst du denn da Leckeres?“ Gloria rutschte das Herz in die Hose, aber sie zwang sich, möglichst normal und locker herüberzukommen.
„Oh, ich mache mir heute mal frisches Müsli.“
„Lecker. So etwas mag ich auch gern. Was tust du denn so alles rein?“ Gloria zeigte es ihr geduldig.

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