Gloria und Hanna

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Gloria und Hanna

Gloria und Hanna

Erwin G. Burmeister

Wie war es derweil Nina ergangen, während Gloria in ihrem langweiligen Seminar saß und vor Sehnsucht nach ihrer neuen Geliebten förmlich verging?
Nina hatte zweifellos den besseren Part erwischt. Sie konnte machen, was sie wollte, wenngleich auch sie lieber zusammen mit Gloria den Samstag genossen hätte. Aber nun, ihr Schatz würde ja in ein paar Stunden wieder da sein. Erst einmal noch ein wenig schlafen.
Sie schlich ins Schlafzimmer und zog sich das Cocktailkleid wieder aus. In Glorias Kleiderschrank fand sie ein langärmeliges T-Shirt, das ihr offensichtlich als Pyjama-Oberteil diente. Sie zog es über. Ein Unterteil benötigte sie ja nicht, sie hatte ja immer noch Glorias Strumpfhose an. Ach ja, die würde sie bei nächster Gelegenheit sicherlich ausziehen, aber erst nach dem Aufstehen, denn in Glorias Schlafzimmer war es nicht gerade sehr warm.
Sehr bald schlief Nina wieder ein. Sie schlief über anderthalb Stunden lang, dann stand sie entspannt und ausgeschlafen auf, um erst einmal in Ruhe das Frühstück zu sich zu nehmen. Danach würde sie sich umziehen und endlich Glorias Strumpfhose ausziehen.
Doch je länger Nina sie trug, desto mehr gewöhnte sie sich an den anfangs so verstörenden Gedanken, und es machte ihr immer weniger aus. Immerhin, SIE hatte sie gestern Abend und die Nacht durchgetragen! Ihr dezenter Parfümgeruch durchdrang das hauchzarte Garn; von anderen, eher unangenehmen Gerüchen nahm sie zum Glück nichts wahr. Und war es nicht ein toller Gedanke, dass dieselbe Strumpfhose, die gestern Glorias Scham bedeckt hatte, nun dasselbe bei ihr tat?
Als sie so darüber nachdachte, geriet Nina allmählich in Wallung. Zwar wunderte sie sich gerade heftig über sich selbst: Zuerst hatte sie unerwartet und spontan heftige lesbische Neigungen entwickelt, und jetzt wandelte sie auf Lutz‘ Spuren und wurde am Ende noch zur Strumpfhosenfetischistin?

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