Glory Hole

Parallele Dimensionen - Teil 9

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Glory Hole

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Emil Lorenz

Vielleicht war das, wo sie da hineingeraten waren, auch zu groß, zu unvorstellbar, als das es möglich war alles im Blick zu behalten. Es ging schlicht und ergreifend um ihre Freiheit, die Möglichkeit, selbst ihre Entscheidungen zu treffen. Bisher schien es auf jeden Fall besser zu sein, unbemerkt zu bleiben und das wollten sie auch beibehalten. Es bestand wohl immer die Gefahr, in eine Sackgasse zu geraten und den Ausgang nicht zu finden. Die Suche nach dem Portal erwies sich zwar schwieriger als befürchtet, aber sie fanden es schließlich doch. Im obersten Stockwerk des Hotels. Daran hatte natürlich niemand gedacht. Sie wollten schon fast aufgeben, da hatte Anka gesagt:
„Wie ging noch einmal dieser Spruch: Wenn du alle Optionen ausgeschöpft hast, die möglich sind, dann ist das Unmögliche wahrscheinlich die Lösung.“ Sie hatten in einem vollkommen verdreckten Kellerloch gestanden, in das sich seit Jahrhunderten noch nicht einmal eine Ratte verirrt hatte, und konnten den Ausgang nicht finden. Also dann, der letzte Versuch, ganz hinauf. Auf dem Weg nach oben, versorgten sie sich noch mit ein paar Klamotten für Rognar und Raphael. Die beiden hatten nur ihre kategorischen blauen Hemdchen dabei. Auf die Farbwahl und Größe konnte man nicht in allen Belangen Rücksicht nehmen, aber der Wiedererkennungseffekt war grandios. Mit dem Aufzug gelangte man nur bis zum vorletzten Stockwerk, das oberste war gesperrt. Wie überall in den Dimensionen waren die Sicherheitsvorkehrungen auf einem etwas niedrigeren Level. Dank Anka klappte es dann doch. Durch welche Löcher sie sich zwängen musste und wie sie die gefunden hatte, schwieg sie sich grinsend aus, aber die Ruffunktion für den Aufzug im obersten Stockwerk war nicht gesperrt. Der Rest war Makulatur. Sie waren ab jetzt zu fünft. Die Reise ging weiter und sie mussten versuchen, Grit wiederzufinden, wo immer die auch abgeblieben war.

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