Glory Hole

Parallele Dimensionen - Teil 9

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Glory Hole

Glory Hole

Emil Lorenz

Das hatten die Damen scheinbar sehr gern. Und Damen gab es mehr als genug. Raphael war ihm von Anfang an aufgefallen. Seine emphatische Art, sein weiches, fast etwas weibliches Gesicht, machten ihn einfach sympathisch. Ihre Unterkünfte waren in einem Seitenbereich ihres eigentlichen Arbeitsumfeldes untergebracht. Jeder von ihnen hatte ein eigenes Schlafzimmer mit Bad. Es gab einen großen Gemeinschaftsraum und einen voll ausgestatteten Fitnessraum mit Geräten, die Rognar noch nie vorher gesehen hatte. Ja, und dann ihr Arbeitsplatz, oder wie auch immer man das nennen sollte. Sie wurden jeden Tag etwa eine Stunde nach dem Frühstück aufgefordert, sich fertig zu machen. Die Vorbereitungen bestanden aus Duschen und der üblichen Morgentoilette. Arbeitskleidung war nicht vorgesehen und auch nicht notwendig. Dann versammelten sie sich an immer derselben Stelle an der Wand, an der sich nach kurzer Zeit wie von Geisterhand eine Tür öffnete und sie in einen neuen, wundervollen Arbeitstag starteten. Manchmal meinte Raphael mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht:
„Heute fliegt wieder die Kuh, Alter.“
Einige der Jungs hatten es meistens etwas eiliger. Rognar war mit einer angeborenen inneren Ruhe ausgestattet, die ihn die Sache immer ruhig angehen ließ. Es waren genügend für alle da. Das war so, seit er hier war, und es gab keinen Grund, warum sich das plötzlich ändern sollte. Er ging den wie einen Irrgarten aufgebauten Bereich gemessenen Schrittes ab. Der Hauptraum war an die 4 Meter hoch. Die aufgebauten Holzwände etwas über 2 Meter. Rognar konnte darüber sehen, wenn er sich an der Kante festhielt und ein Stück nach oben zog. Das war aber nicht notwendig, das, was wichtig war, konnte man sehen. Überall in den Holzwänden waren Löcher geschnitten worden.

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