Die, wenn sie einmal geöffnet war, nicht mehr zu schließen sein würde?
Gabi atmete durch und schüttelte den Gedanken ab wie ein paar lästige Fliegen. Natürlich gäbe es ein »Zurück« und außerdem taten sie ja nichts Besonderes. Sie würden einfach an einem anderen Ort Sex miteinander haben. So wie im Urlaub auch…
Gabi folgte ihrem Mann die metallenen und sich im Kreis drehenden Stufen hinab in rotgedimmtes Licht. In diese andere Realität, die mehr einem surrealen Traum glich. Einem Traum, der tief Verborgenes zu Tage förderte… Gabis Verstand sponn Bilder. Von einem fremden Mann, der sie an Stelle ihres Mannes begleitete, der sie gleich anstelle ihres Mannes ficken würde…
Die Aufregung kehrte mit Macht zurück. Doch anders als zuvor, brachte sie ein Gefühl der Erregung mit sich. Ein Kribbeln, ein Prickeln, welches sich in ihrem Unterleib verdichtete, anschwoll, zu einem lustvollen Ziehen…
Ob es Jürgen ähnlich ging? Ob er sich ebenfalls heimlich vorstellte, dass auf der anderen Seite der Trennwand eine Fremde auf ihn wartete?
»Links oder rechts?«, fragte Jürgen mit heiserer Stimme.
Es musste so sein, dachte sich Gabi. Wieso sonst war seine Stimme kurz vorm Versagen? Ein Stich der Eifersucht - doch nur ein kleiner. Ihre Ehe war soviel mehr, wenn sie sich gegenseitig einen solchen Moment gönnen und schenken konnten.
»Links«, antwortete Gabi, ohne groß nachzudenken.
Jürgen öffnete die Tür zur rechten. »Na dann Schatz – viel Spaß bei was auch immer gleich geschehen wird.« Er grinste sie noch einmal an. Dann verschwand er.
Gabi schloss ihre Tür hinter sich und wandte sich zu der Wand, hinter der jetzt ihr Mann stand… Gleich würde er seinen Schwanz durch das dort befindliche Loch schieben. Ob er bereits hart war? Oder musste er nachhelfen? Jetzt wo es soweit war, war es doch irgendwie seltsam. Kein Körper zum Spüren, keine Arme, die sie hielten.
Glory Hole
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