Glory Hole

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Glory Hole

Glory Hole

Daryan Altero

Längst war die Kabine verschwunden. Längst befand sie sich in einer anderen Welt. Alles um sie herum leuchtete dunkelrot. In ihren Ohren rauschte ihr eigenes Stöhnen und das Keuchen der Männer. Und in ihrem Unterleib folgte eine Explosion der nächsten.
Jürgen schob sich Gabi unvermittelt entgegen. »Ich komme Gabi. Ich-«
Weiter kam er nicht. Im nächsten Moment flutete sein Sperma ihren Rachen. Gabi merkte es kaum. Sie saugte einfach weiter an seinem Schwanz, bis Jürgen ihrer Folter entfloh und ein dunkles Loch zurückließ.
»Gott war das geil…«, sagte er von irgendwo weit weg. »Lass uns hochgehen. Ich revanchiere mich zuhause.«
»Zu spät«, stöhnte Gabi verkrampft. »Gleich…«
Ein dumpfes Pochen erfüllte die Kabine, so heftig prallte er gegen die Kabinenwand, so hart rammte der Fremde seinen Schwanz in Gabi.
Dass Jürgen es hörte? Gabi war es egal. In diesem Moment war ihr alles egal. Sie fühlte sich wie ein Tier, gesteuert von niederen Instinkten, vollkommen eingenommen von ihren Gefühlen. Ihre Hände verkrampften sich um die Griffe. Ihr Unterleib um den fremden Schaft in ihr. Dann erfasste sie ein unkontrolliertes Zittern – und sie kam. Sie kam zusammen mit dem Fremden, der geräuschvoll ächzte und tief in ihr verharrte.
>Schade, dass er ins Gummi spritzt<, waberte es noch durch Gabis von Geilheit vernebelten Verstand. Ehe ihr Verstand Stück für Stück seine Arbeit wieder aufnahm.
»Gabi?«
»Ja Schatz«, erwiderte sie nervös, während der andere langsam aus ihr herausglitt und ihr dankbar in die Pobacke kniff.
»Ich warte, bis ihr weg seid«, flüsterte eine unbekannte, nicht unattraktive Stimme. Dann verschwand auch die Hand.
Gabi atmete erleichtert auf. Das flaue Gefühl. Die Angst vor der Entdeckung war nicht verschwunden, doch durch die Worte des Fremden erträglich geworden.
Sie zog sich an und lächelte in sich hinein… Sollte sie nicht ein schlechtes Gewissen haben? Sie forschte nach. Doch da war nichts. Kein Unbehagen, kein fieser Stich in der Magengegend.
Sie entriegelte die Tür und wackelte auf unsicheren Beinen in die Arme von Jürgen.
»Was ist denn mit dir los?«
»Unbequeme Sitzhaltung.«
Jürgen blickte zu der anderen Kabine, sah dann wieder zu Gabi. In seinem Kopf begann es zu arbeiten. Für den Bruchteil einer Sekunde bekam seine Miene einen misstrauischen Ausdruck.
»Was ist?«, fragte Gabi.
»Ich hab nur… Ach, vergiss es«, erwiderte er. »Ich hab nur Geräusche gehört.«
Gabi zog ihn mit in den Flur, der zu der Treppe nach oben führte. »Hast du gedacht, dass ich…?«, Sie blieb stehen und sah Jürgen an. »Vielleicht habe ich ja.«
Auch ihr Mann stoppte. In seinem Gesicht breitete sich Unglauben aus.
»Vielleicht habe ich mich von hinten nehmen lassen, während ich es dir mit dem Mund gemacht habe.«
Jürgen winkte ab und grinste. »Fast hättest du mich gehabt - aber das war eine Spur zu viel.«
Gabi blickte nochmal zurück. Zu der verschlossenen Kabine, hinter der sich ihr unbekannter Liebhaber versteckte. »Aber beinahe hatte ich dich.«

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