Gold im Gewitter

5 5-9 Minuten 0 Kommentare
Gold im Gewitter

Gold im Gewitter

Pierro Nennad

Nach Dimas Rückkehr (und während seiner Abwesenheit) ging der Tag voller Trubel dahin: Hektisches Zimmersuchen, fliegende Kostümwechsel, schon am Nachmittag besoffene Beleuchter taumelten zwischen den Kabelrollen und Beleuchtungsstativen hin und her. Robert erwies sich als unermüdlich freundlicher und konstruktiver Manager. Er hatte zwar eine eigentümliche Gier in den Augen, aber sie schien nicht auf etwas Bestimmtes gerichtet zu sein. Die Jungs wurden im Whirlpool abgelichtet, an der Bar und in diversen Betten, auf dem Boden, nackt und in erotischen Kostümen. Dima klarerweise in Leder und als Draufgabe nur mit einem Lederslip bekleidet. Als Dima abgelichtet wurde, kehrte für Momente atemlose Stille ein; sogar die angepichelten Beleuchter wurden still und verzichteten auf ihre Zoten.Dann wurden noch einige Bilder gemacht, auf denen die Jungs paarweise abgebildet wurden. Wie sie sich umarmen, ausgreifen, küssen, begehren.
Am Abend folgte die "Inoffizielle Eröffnung" des neuen Geschäftszweiges. Dima teilte den Rest Koks den er hatte mit Victor und Sergej, der erst nach einigem Zögern einwilligte. Sie saßen in Sergejs Zimmer, zogen die Line und Sergej und Victor schmusten juxhalber ein wenig rum. Um sich für die Show warm zumachen... Bis auf die Auftritte der Jungs war der Abend sehr straff organisiert und ließ kaum Platz für Improvisation. Die Kellner hatten genaue Anweisungen wie wer zu behandeln sei, auf welche Gäste besonders Rücksicht genommen werden musste: Fotos diverser lokaler Berühmtheiten steckten einträchtig nebeneinander von Gummibändern gehalten hinter der langen Bar; Politiker neben Neureichen, Neureiche neben Ganoven. Berufssöhne neben Ex KGB Leuten. Der Club füllte sich rasch und natürlich gab es so was wie einen VIP Bereich in den nur ausgewählten Gästen mit speziellen Kärtchen Zugang gewährt wurde. Dort wurde offen gekokst, Kaviar geschaufelt und der Sekt wurde kübelweise vertilgt. Der Abend war an der Schwelle von lau zu warm und so war der Teil des Hofes, der begrünt war geöffnet. Auf einem mit Kies bedeckten Platz unter Bäumen standen Polstermöbel, Sofas und Liegen, bunte Lampen waren aufgehängt und die Musik war erträglicher. Drinnen tobte der Bass und draußen hatte der Discjockey einen Nick Cave Anfall. Das kam aber gar nicht so schlecht an. Der Kontrast bereicherte den Abend und die Gäste fühlten sich wohl. Nick Caves dunkle Musik erreichte mit dem Lied: Oh my Lord seinen Höhepunkt um Mitternacht und das war auch der Moment, als die Jungs ihren Auftritt hatten.
Scheinwerfer folgten ihnen über den Garten, die Bäume warfen lebendige Schatten. Dima kam als Letzter und bewegte sich mit der Selbstsicherheit eines Mannequins. Ihr erster Auftrag für den Abend war, einfach nur da zu sein. Gesprächsbereit. Sie verteilten an die Liste der ausgewählten Gäste die Fotobände mit ihren Bildern und schnell zusammengestellten Vorlieben. Lächelten, tranken Sekt und Cola Bacardi, Wodka Orange. Robert und Kostik achteten darauf dass die Jungs nicht zu lange bei weniger wichtigen Gästen waren, handelten sich damit so machen ungnädigen Blick ein, ignorierten das aber. Ab ein Uhr gingen sie auf die Tanzfläche. Zuerst allein. Dann zu zweit. War schon der Auftritt von Sergej und Victor heiß, wurde der von Alex und Rico noch wüster. Die zwei tätowierten Jungs griffen sich genüsslich aus; Robert hatte schon bemerkt, dass die beiden ziemlich aufeinander abfuhren. Die Stimmung der Gäste war am sieden. Sekt musste nachgeliefert werden. Der Koks staubte aus dem VIP Bereich. Und als Sergej und Dima die Tanzfläche betraten wurde es abgesehen von der pumpenden Musik völlig still. Gespräche und Gelächter verstummten, die Augenpaare wurden wie von unsichtbaren Angelhaken zur Tanzfläche gezogen. Dima und Sergej übersprangen die Einleitung mit der Tanzerei und gingen gleich zur Sache. Sie hatten sich vorher heißgeredet. Was die Jungs dann ablieferten hätte unter anderen Umständen einen Skandal verursachen können. Aber die Stunde war richtig. Die Leute waren zugedröhnt genug. Schon als sich Sergej von hinten an Dima schmiegte und ihn streichelte und an seinen Brustwarzen zupfte atmeten die Gäste im Takt. Als Sergej Dimas halbsteifen Schwanz aus der Jeans holte wurde daraus ein Keuchen. Dima stöhnte -nur für Sergej hörbar- in Ekstase, warf den Kopf zurück und bot sich Sergej endgültig an. Kostik stand mit offenem Mund an der Tanzfläche und sah immer wieder zu Robert, der völlig von den Socken war. Dr. Kratzer sah auch auf die Tanzfläche. Und Robert beunruhigte die Art wie Karl Kratzer die Jungs ansah. Das war nicht nur Lust sondern Gier. Robert kannte den Blick. Ivan hatte den auch drauf. Besonders dann, wenn er daran ging, jemanden zu verprügeln.
Im Takt der Musik wichste Sergej Dima ab und als Dima vor allen Augen zuckend und stöhnend abspritzte, fing er sein eigenes Sperma in der Hand ab. Er drehte sich mit einem dämonischen Grinsen zu Sergej um. Dann verschmierte er seinen Samen in Sergejs Gesicht, schob ihm die nassen Finger in den Mund und ließ sie sich sauber lecken. Es folgte ein toter Moment als ein neues Stück eingeblendet wurde und Dima und Sergej nutzten die kurze Dunkelheit und die atemlose Stille um sich von der Bühne zu verrollen. Dima packte unsicher grinsend seinen Schwanz ein und spürte Hände und Blicke. Sergej wischte sich den Rest von Dimas Sperma aus dem Gesicht und leckte sich die Finger ab. Dabei fixierte er einen kleinen Mann mit schütterem Haar und Nickelbrille, den er als VIP erkannte. Sergejs Blick drückte Hochmut und Spott aus. Der Mann grinste zurück, schüchtern und eindeutig ein Kunde von morgen. Dima und Sergej verschwanden in einen Raum, den man für sie hergerichtet hatte. Es gab dort Drinks, Sofas und Ruhe. Robert kam ein paar Minuten später nach. Dima saß bei Victor und Sergej bei Alex. Sie tranken Wodka und glühten.
"Jungs jungs jungs. Das war eben Wahnsinn. Hat wer was von wichsen gesagt? Hat irgendwer was von abspritzen gesagt? Seid ihr völlig wahnsinnig? Das war große Klasse. Ehrenwort."
Dima grinste zuerst Sergej und dann Robert an: "Seine Schuld. Was hätte ich machen sollen?"
"Nichts." antwortete Robert. "Passt schon so."
Victor, der jüngste von ihnen, mit seinen glühenden, dunklen Augen und dem mädchenhaften Gesicht und Alex, der glatzköpfige, derbere Typ mit Tätowierung und Goldkettchen hatten noch in der selben Nacht ihre ersten Kunden. Sie erzählten später nicht, was die Gäste für Wünsche hatten; aber offensichtlich war Robert sehr zufrieden. Die Party dauerte noch bis 08:00 morgens. Doch zu dieser Zeit waren Dima und Sergej schon im Zimmer. Morgenlicht drang durch die Vorhänge. Sie sprachen nichts, als sie sich nackt auszogen. Diesmal ließen sie ihre Sachen achtlos auf dem Boden liegen und schlüpften unter die frischen weißen Laken. Etwa 5 Minuten lagen sie stumm nebeneinander, starrten die Decke an. Sergej hatte seinen Arm unter den Kopfpolster geschoben, Dima hatte die Arme auf der Brust verschränkt. Sergej sah zu Dima.
"Ist was?"
"Ich weiß nicht. Ja. Schon."
"Spucks aus."
"Ok. Das da unten war toll. Aber es könnte besser sein."
"Das stimmt."
Dima griff unter der Decke nach Sergejs Schwanz. Sergej rollte sich auf die Seite und sah Dima in die Augen.
"Es könnte viel besser sein."
Dima erwiderte nichts. Er sah Sergej einfach an. Und das hieß: ja. Sergej leckte über Dimas unbehaarte Brust, saugte an Dimas rechter Brustwarze. Dann leckte er seitlich an Dimas Hals hoch und knabberte zärtlich an der Halsschlagader. Dima umfasste Sergej zuerst nur mit den Armen, zog ihn zu sich rauf und küsste ihn auf den Mund. Ihre Zungen fanden sich, verloren sich, suchten sich und fanden sich wieder. Dima wimmerte ganz leise. Es war ein so einsamer erschütternder Laut, dass Sergej zurückzuckte und Dima anstarrte. Eine Träne lief aus Dimas Auge.
"Was?"
"Nichts. Ich bin glücklich. Du kannst dir gar nicht vorstellen..."
Sergej leckte die Träne weg und schob Dimas Beine mit seinen Knien auseinander. Dimitrij sniefte und lächelte dabei.
"Tu es jetzt."
Sergej nickte. Er rotzte hoch und spuckte sich auf die Hand. Er verschmierte den Schleim auf Dimas Loch. Dima zog die Hand unter der Decke vor, sah Sergej grinsend an und leckte den Rest des Rotzes von Sergejs Fingern. Dima hob sein Becken etwas an. Er spürte wie Sergejs Schwanz suchte. Dima griff nach unten und wies ihm den Weg. Am Anfang spürte er einen Schmerz der sich lange zog; ein sattes Ziehen vom Hintern bis zum Nacken. Dima hob die Beine an und legte sie auf Sergejs Schultern um ihn noch tiefer in sich zu spüren. Und als Sergej seinen Rhythmus fand wusste Dima, warum Männer so drauf abfahren konnten, gefickt zu werden. Es war nicht nur, weil er Sergej in sich hatte, weil er einen Jungen in sich hatte den er wahrscheinlich wirklich liebte. Er spürte auch den Schmerz der Hingabe. Und noch mehr. Von Sergej gefickt zu werden war, wie von innen gewichst zu werden. Sergejs Schwanz stupste innen in Dima immer wieder an einen Punkt, der Dima erschaudern und zucken ließ. Die beiden Burschen sahen sich dabei die ganze Zeit in die Augen. Nur als Sergej zum zweiten Mal in dieser Nacht abspritzte, warf er den Kopf zurück und schloss die Augen. Dima spürte die feuchte Hitze in sich und wie sie ihn füllte. Sergej umfasste Dimas Schwanz und wichste ihn, während er verlangsamt seine zuckenden Fickbewegungen fortsetze. Als Dima kam, riss er den Mund auf. Sergej verstand. Er beugte sich vor, atmete in Dimas offenen Mund, zog noch mal Schleim durch die Nase hoch und spuckte in Dimas Mund. Dima schluckte und spritzte so stark ab, dass sein Sperma bis auf sein Gesicht raufspritzte. Er keuchte und stöhnte und wimmerte. Sergej beugte sich zu Dimas Gesicht, grinste und leckte Dimas Sperma von den Wangen und Mundwinkel. Dima hatte noch immer nicht genug. Er zog Sergejs Kopf zu sich und sie schmusten mit Dimas Sperma. Sergej ging nochmals auf Abstand und spuckte das flockig weiße Sperma in Dimas Mund. Dima presste es aus dem Mund, dass es über sein Kinn runter rann. Sergej leckte über Dimas Gesicht und Kinn und schluckte Dimas Sperma.
Dann lagen sie noch wach. Eine halbe Stunde. Sie streichelten sich gedankenverloren. Stimmen waren vom Hof zu hören. Vögel zwitscherten.
Es wurde ein heißer Tag.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 2194

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben