Das australische Bier hat den beiden zugesetzt; um das festzustellen, braucht man keine Expertin zu sein. Und: Die beiden sind scharf auf Sue, die über wilden Charme verfügt mit ihrem langen braunen Haar, den ausdrucksvollen Lippen und dem „Babyspeck“, der ihre enge Bluse formt. Draussen glänzen in der Sonne die zwei schweren Motorräder der beiden, mit denen sie Hunderte von Kilometern durchs Outback gerast sind. „Another one?“. Sue lächelt verführerisch. „Yesss, pleeze!“ Steve gibt sich, als könnte er englisch. Mit düsteren Blicken verfolgt Sues Vater Timothy das Geschehen aus der hintersten Ecke im Pub. Vor sich hat er ein Riesenglas Ale stehen. Seine Portion für diesen Abend. Er sieht, wie seine Tochter an den Tresen lehnt. Ihre Brüste platzen beinahe aus der Bluse. Es ist schwül hier drin. Schwül, aber wenigstens frei von Fliegen. Nach einer weiteren Stunde, die Uhr rückt gegen 21.00 Uhr, ist es so weit. Sue gibt den Service an eine Kollegin ab und winkt die beiden Motorradfahrer in die kleine Küche. Die beiden lassen sich das nicht zwei Mal sagen. Der Raum ist eng und nicht so sauber, wie man es in Europa von Kneipenküchen erwartet. Kakerlaken rennen über den staubigen Boden, Gips bröckelt von den Wänden, und von der Decke tropft eine braune Flüssigkeit. Sue lächelt den beiden zu und stösst eine unscheinbare Seitentür auf. Ein Treppenhaus führt nach oben.
Timothy schlürft an seinem Bier und wälzt düstere Gedanken. Nein, das Verhältnis zu seiner Tocher ist keinesfalls inzestuös. Und doch… versucht er, sie sich vorzustellen. Splitternackt, im Raum direkt über der Kneipe, mit gespreizten Beinen auf dem Bett liegend, bestaunt, betastet und gedemütigt von den beiden Motorradfahrern und den Männern vor ihnen. Timothy verspürt einen Stich ins Herz, jedes Mal.
Go on Baby!
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