Go on Baby!

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Go on Baby!

Go on Baby!

Anita Isiris

Am Schlechtesten erträgt er die Geräusche, die nach unten dringen: Das Knarren der Dielenbretter, das Quietschen der Matratze, die gedämpften Stöhnlaute seiner Tochter und, am Schlimmsten, die anfeuernden Rufe der Motorradfreier: Go, baby, go!
Mit schmalen Lippen und eiskaltem Lächeln steht Sues ältere Schwester Stina am breiten Holztisch in der Küche und mariniert die Spezialität des Hauses, „Spare Ribs“ und „Giant Steaks“.
Steve und David steigen hinter Sue die Treppe hoch. Gebannt starren beide auf die Wölbungen ihrer Pobacken, die im Dämmerlicht zu erahnen sind. Wie kleine Jungs freuen sie sich auf das bevorstehende Sexfest; das letzte Mal liegt bei beiden um Wochen zurück. Abermals stösst Sue eine Tür auf; sie führt in einen düsteren Raum, der von einem gewaltigen Bett beherrscht wird. Steve fragt sich kurz, wer das schwere Teil wohl durch die Salzwüste hier hin transportiert hat; Davids Kopf ist zu schwer zum Denken. Sue stellt keine Fragen. Für sie ist ja klar, was die beiden von ihr wollen. Zu offensichtlich haben sie auf ihre Brüste gestarrt, sie mit gierigen Blicken ausgezogen und sie in Gedanken durchgevögelt, ihr möglicherweise den Hals einer Bierflasche in die Möse geschoben, wie sie das in Realität schon oft hat erleben müssen. Sue ist nicht eine Frau, der man etwas vormachen kann. Desillusioniert bewirtschaftet sie das kleine Gut ihres Vaters, langweilt sich oft zu Tode im kleinen Maree und steigt erst abends hinter dem Tresen zur Primadonna auf, zur Projektionsfläche für ausgehungerte Durchreisende, die bloss vier Dinge wollen: Ein grosses Steak, ein Victoria Bitter, eine willige Muschi und ein Bett, um mal wieder durchpennen zu können. Gemächlich wiegt sie sich in den Hüften. Diese geilen Jeans aber auch! Ihr Slip, besser gesagt, dessen Rand, ist zu sehen; er verschwindet zwischen ihren Pobacken. „Ausgekochtes Luder, Du!“ murmelt Steve.

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Gedichte auf den Leib geschrieben