Wir fürchten, dass das große Labyrinth sie für alle Zeiten verschlungen hat...“
„Keine Sorge“, ...protzte Franzisco.
„An Menschen und Material soll es nicht scheitern. Wir haben genügend "Freiwillige", die sich flammenden Herzens für die große Sache hingeben. Haben sie nicht über den Heldenmut unserer Kämpfer gelesen? Die Zeitungen sind voller Lob für unsere Revulutionsgarden.“
Während ers sprach, erinnerte er sich daran, dass er dringend einmal wieder einen heroischen Artikel aus der hübschen Sveta „heraus kitzeln“ musste...
Der Grabungsleiterin gefiel der Gedanke so überhaupt nicht, dass nun ständig diese Uniformierten in ihrem Camp herum liefen. Zu viele Augen, die ihr auf die Finger sahen. Es hätte besser laufen können. Franziska sah ihren großen Plan in ernster Gefahr.
Seit Ausbruch der Revolution, hatte sie ihre eigenen Vorstellungen vom Gebrauch „DES AUGES“ entwickelt. Und die unterschieden sich gar nicht so sehr von jenen unseres weisen Grabungsassistenten Ali.
In den Wirren einer handfesten Revolution kam es gern mal vor, dass wertvolle Kunstschätze verloren gingen. Und Franziska hatte durchaus Träume. Sie wollte nicht ewig mit den Fingern im Dreck wühlen. Wissenschaftliche Anerkennung hin oder her. Sie schwärmte von einem besseren Leben in angenehmem Luxus.
Franziska wollte das Leben genießen, solange sie noch einigermaßen jung und schön war. Ihre massigen Möpse konnten nicht ewig der Schwerkraft trotzen. Und von diesen neumodischen Silikonfüllungen hielt sie überhaupt nichts. Irgendwann würde das wilde Leben seinen Tribut fordern. Ein paar Fältchen schadeten einer schönen Frau nicht. Aber irgendwann würden es mehr werden. Für diesen Tag wollte Franziska gerüstet sein.
...„So nachdenklich? ...räusperte sich Franzisco
„Äh, ...ja, ich war gerade gedanklich beim „AUGE“. Ich zermartere mir den Kopf darüber, wie wir dem Kleinod endlich auf den Leib zu rücken.“
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