Trotzdem bestätigen wir und versuchen uns am Samstag, der Location entsprechend herzurichten.
Lilly sieht umwerfend aus in ihrem Abendkleid.
Nur ihre offensichtliche Nervosität schmälert die glanzvolle Ausstrahlung ein wenig. Ich habe mir Kleidung aufgezwungen, die sonst nicht so mein Fall ist, aber bei einem Blick auf die Website des Restaurants, scheint es mir angebracht.
Ein bisschen vor der vereinbarten Zeit betreten wir die Lokal. Unsicher blicken wir uns um. Ein Kellner bemerkt es und steuert auf uns zu, doch zeitgleich mit ihm ist Hajo da und stellt uns als die erwarteten Gäste vor.
Nachdem er zuerst Lilly und dann mich herzlich begrüßt hat, führt er uns an einen Tisch, der in einem gewissen Abstand von den anderen in einer Nische steht.
Auf dem Weg dorthin ärgere ich mich unglaublich mich so in Schale geschmissen zu haben, denn Hajo ist völlig leger gekleidet. Ganz Gentleman nimmt uns Hajo die Jacken ab und hängt sie an eine in Sichtweite befindliche Garderobe.
Nachdem wir Platz genommen haben, macht er Lilly ein Kompliment und zeigt dann, welch guter Analyst er ist:
„Mach dir nichts draus Andree, als ich das erste Mal hier einkehrte, habe ich mich genauso verbogen, weil ich dachte es muss so sein. Inzwischen bin ich hier Stammgast und schere mich einen Dreck um die Meinung einiger anderer Gäste. Im Übrigen seid ihr eingeladen und ich dulde da keinen Widerspruch.“
Das war mir eigentlich nicht so recht, weil ich mich ungern einem anderen verpflichtet fühle, doch die Erklärung folgt auf dem Fuß:
„Das ist mein Wunsch weil ich dieses Lokal ausgewählt habe und sehr wohl weiß, dass es viele wegen den Preisen nicht wählen würden. Ich werde euch nachher noch einiges zu meiner Person erklären, doch jetzt sollten wir erst einmal die Speisekarte zur Hand nehmen.“
Lilly setzt sich neben mich und Hajo sitzt uns gegenüber. Natürlich tausche ich mich mit meiner Frau über das Angebot aus.
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