Halloween-Party

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Halloween-Party

Halloween-Party

Alina Soleil

Ich weiß, dass er es so am liebsten hat. Und dass ich durch die enorme Reibung an meiner Klitoris so auch am besten kommen kann.

Im Himmelbett vor unserer Geheimtür geht es offenbar in die Endphase. Das Mädchen und die beiden Jungs stöhnen inzwischen in einer Lautstärke, dass man es bestimmt draußen auf dem Flur hören kann. Sie feuert die beiden mit gekonntem Dirty Talk an, der auch Paul und mich zusätzlich auf Touren bringt.

„Darling, ich bin gleich wieder so weit“, haucht mir Paul ins Ohr „das ist alles viel zu geil für mich.“
„Keine. Sorge. Ich. Komme.... Gleich... Mit dir,“ höre ich mich stammeln und schon spüre ich, wie sich meine Muschel zusammenzieht, wie die ersten Kontraktionen anfangen.
„Jetzt! Paul, jetzt, ich komme!“
Ich gleichen Moment hört man von draußen einen lauten Orgasmusschrei. Es ist sie, die Braut, die hemmungslos ihre Lust herausschreit. Paul bäumt sich unter mir mit einem tiefen, fast animalischen Stöhnen auf, ich kralle mich in seine Schultern, presse mich auf ihn, während meine wunderbare Votze seinen harten, Sperma speienden Schwanz umklammert, als wolle sie ihn nie wieder freigeben. Wir zittern am ganzen Leib, Wellen der Lust schütteln uns, es ist wie im Fieber. Mein Unterbewusstsein sendet mir Bilder, angefeuert durch die eindeutigen Geräusche, die zu uns hereindringen: ich sehe vor meinem inneren Auge, wie auch die beiden Jungs draußen fertig werden.

Nach dem schier endlosen Höhepunkt liege ich ermattet auf Paul, der sanft meine Haare krault. Ich küsse zärtlich seine Stirn, schmiege mich eng an ihn. Wenn man mich fragen würde, was Glück für mich ist, dann würde ich sagen: genau das, was hier, in dieser Kammer, im Geheimen, zwischen all den muffigen, alten Klamotten gerade passiert ist. Diese Momente größter Leidenschaft und innigster Verbundenheit. Das ist für mich Glück.

Der Dreier vor unserer Kammer ist inzwischen zum postkoitalen Plaudern übergegangen – in einem Film würden die Darsteller bestimmt alle nebeneinander liegen und rauchen. Es fühlt sich an, als gäbe es eine unsichtbare Verbindung zwischen den Dreien und Paul und mir, hervorgerufen durch zeitgleich erlebte Ekstase.

Irgendwann verlassen das Brautpaar und der Priester das Schlafzimmer und geben auch uns damit die Möglichkeit, aus unserer muffigen Kammer herauszukommen.

„Meine Güte, hier gings aber ordentlich zur Sache“, sagt Paul und deutet auf das Bett. Das Laken ist zerwühlt, die Tagesdecke glänzt nass; ich vermute, dass das der Champagner war, aber vielleicht hat sie auch draufgequirtet. Die Kissen liegen auf dem ganzen Boden verstreut.
„Ein wenig Ordnung machen hätten die schon können, ist ja bestimmt nicht ihre Villa.“
„Eben drum“, sage ich „Leute gehen oft mit den Sachen anderer Leute nicht gerade zimperlich um.“
Ich widerstehe dem Impuls, ein wenig aufzuräumen und frage stattdessen „Lust, zu Tanzen?“
„Gerne“, erwidert Paul, „aber erst muss ich mal was essen. Ich habe einen Mordshunger!“
„Dann auf, bevor die da unten alles weggefressen haben.“ Lachend verlassen wir Hand in Hand das Schlafgemach und machen uns auf den Weg zurück ins Foyer.

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