Die coole Location ist eine alte Villa, eigentlich eher ein kleines Schloss im barocken Stil. Sie wurde von einer professionellen Agentur aufwändig geschmückt, überall Halloween-Deko, Gruselkürbisse, Spinnweben, ein paar Skelette, Fledermäuse, Gespensterporträts an den Wänden. Auf den Fluren kommt geisterhafte Musik aus versteckten Lautsprechern, in der großen Halle im Erdgeschoß spielt ein DJ, es gibt Cocktails in allen Giftfarben und ein Büffet mit schauerlichem Fingerfood und einen auf eklig machende Häppchen, sowie Muffins und anderen Süßkram. Die Stimmung unter den etwa hundert Gästen war anfangs ein wenig steif, die wenigsten kennen sich, und so unterhielt man sich über die Kostüme („was stellst du denn dar?“) oder über belanglosen Kram. Um ein wenig lockerer zu werden, besorgte ich Paul und mir was zu Trinken. Ich entschied mich für eine Bloody Mary, ich liebe das Zeug, je schärfer, desto besser. Paul entschied sich für einen Zombie, das ist ein ziemlich starker Cocktail mit Rum, Cointreau und noch mehr Rum.
Die Cocktails und die Dance Beats haben uns dann ziemlich schnell auf Touren gebracht. Wir haben getanzt und geknutscht und konnten kaum noch die Finger voneinander lassen. Paul war die letzten zwei Wochen auf Exkursion gewesen und erst heute früh zurückgekommen, sodass wir noch keine Gelegenheit hatten, miteinander zu schlafen. Das erklärt auch, warum ich so horny bin. Und wie ich Paul kenne, hat er auch mächtig Druck. Mir ist außerdem vollkommen klar, dass ihn mein Kostüm zusätzlich anheizt. Genau deshalb habe ich es auch angezogen! Den kurzen Rock, die schwarzen Netzstrümpfe, die hohen Lackstiefel, das enge, geschnürte Miederoberteil und die wilde Perücke. Er hatte sofort eine Beule in der Hose, als er mich so sah.
Nachdem wir eine Weile eng umschlungen getanzt hatten flüsterte er mir ins Ohr „Wollen wir zwei uns nicht auch mal im Haus ein wenig umschauen?
Halloween-Party
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