Ich fühle, wie seine Fingerspitzen über meine Haut gleiten, den Weg vorsichtig über Schlüsselbein und Taille pflegend, als müsse er jede Stelle neu kennenlernen.
Wir liegen endlich nebeneinander, Kleidung verliert sich Stück für Stück. Ich nehme Wärme wahr, Muskeln unter seiner Haut, das Gewicht seines Körpers, das nicht bedrückt, sondern mich umschließt. Unsere Nacktheit erschreckt mich nicht – sie ist selbstverständlich, als hätte all dies nur auf diesen Moment gewartet.
Seine Hände sind ständig in Bewegung, nie grob, nie fordernd. Sie zeichnen Kreise über meinen Bauch, verweilen an Hüften, streifen meine Schenkel. Ich lasse ihn gewähren, und mit jedem Zentimeter wächst die Gewissheit: Ich will nichts mehr verbergen.
Als er in mich eindringt, geschieht es langsam, Schritt für Schritt, bis unsere Körper ineinander zu atmen scheinen.
Wir bewegen uns ruhig, fast tastend, als wollten wir den Höhepunkt nicht erzwingen, sondern das Dazwischen bewusst auskosten: das Schaukeln, das Streicheln, den gleichmäßigen Rhythmus, die Wärme, die sich über unsere Haut legt. Ich halte ihn fest, mal fester, mal nur locker, streiche über seinen Rücken und spüre das feine Zittern seiner Muskeln unter meinen Fingern.
Die Lust steigt, doch wir tun nichts, um sie zu beschleunigen. Wir lassen sie einfach da sein – in jeder Bewegung, in jedem Atemzug.
Als mein Körper schließlich stärker reagiert, als meine Hüften seine berühren, kommt es nicht zu einem plötzlichen Ausbruch, sondern zu einem langsamen, intensiven Glühen, das uns beide durchflutet. Er folgt mir beinahe gleichzeitig, sein Stöhnen klingt tief in meiner Halsbeuge, dort, wo ich seinen Atem spüre und aufnehme.
Wir halten inne, atmen schwer und langsam, lassen die Wärme zwischen uns ausklingen.
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