Sein Gehirn ist mit einem Mal blutleer. Sein Tractus Cerebrogenitalis (so es ihn denn gäbe) glüht. Sein Penis schwillt an und findet kaum Platz in der viel zu engen Cordhose. Lächelnd öffnet Hannah ihre Beine. Das rosa Innere glitzert wie bei einer Auster. Hannah ist erregt, oh ja. Die andern Studenten werden unruhig. Was geht hier vor? Leidet ihr Lieblingslehrer unter einer TIA? (Transitorische Ischämische Attacke; Anmerkung der Autorin). Qui quae quae quorum quarum quorum quibus… die Relativpronomina hallen nach. Diskret legt Hannah ihre linke Hand an die Scham und beginnt sich sanft zu streicheln – direkt vor den Augen des verdienten Altphilologen. Bei Zeus, Cerberus und Hades! Herr Briand beginnt zu glühen. Er läuft feuerrot an und setzt sich auf die Tischkante, was er sonst nie tut. Er muss irgendwie verhindern, dass er das Gleichgewicht verliert. "Im Vatikan pflegt man bis heute die lateinische Sprache", nimmt er ein völlig neues Thema auf. "Dank eines neuen Wörterbuchs kann man sich nun auch über wirklich wichtige Dinge unterhalten. Das Werk heisst "Lexicon Recentis Latinitatis" und verbindet Antike mit Gegenwart. "Zigarette" wird beispielsweise mit "fistula nicotiana" übersetzt. "Stossverkehr" ist "tempus maximae frequentiae". Pizza? "Placenta compressa". Oben ohne? "stroppio carens". Hot pants? (Dabei lässt er den Blick genüsslich zwischen Hannahs Schenkeln ruhen) - "Brevissimae bracae femineae." Gemessenen Schrittes geht er auf Hannahs Pult zu (sie sitzt in der vordersten Reihe) und bleibt direkt vor ihr stehen. "Brevissimae bracae femineae", wiederholt er genüsslich und lässt im selben Augenblick sein Lateinbuch fallen. Hannah ist nun doch etwas überfordert und senkt den Blick. Herr Briand geht in die Knie um sein Buch aufzuheben. Einen kurzen erregenden Moment lang ist er auf Augenhöhe mit Hannahs nackter Muschi.
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