Das Haus am See

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Das Haus am See

Das Haus am See

A. David

Wenn ihm danach war, fuhr er nach Trondheim. Dort hatte er per Zufall eine Art Edelbordell entdeckt. Meistens entschied er sich für Svenja, wenn sie frei war. Die Mädels, die gerade keinen Kunden hatten, saßen im Aufenthaltsraum und kümmerten sich um Mike. Beide waren versorgt.

Larson hackte Holz und war in Gedanken versunken. Plötzlich bemerkte er, wie Mike aufmerksam wurde und anschlug. Eine Frau kam den Feldweg entlang, der von der Straße durch den Wald zu seinem Haus führte. Sie kam zu Fuß. Je näher sie kam, desto mehr Details entdeckte Larson. Sie war Ende 30, elegant gekleidet, hatte dunkelrote Haare, die wohl nicht echt waren, und eine helle Haut. Sie hatte ein hübsches Gesicht. Sie war nicht ganz schlank, wenn es etwas üppiger wurde, dann an den richtigen Stellen. Sie trug nur eine Handtasche und war sichtlich angenervt.

„Hallo“, begrüßte sie Larson, „ich bin Annafrid. Wir sind aus Schweden und machen Urlaub hier. Mein Freund kommt auch gleich. Der Trottel meinte, während der Fahrt mich befummeln zu müssen und lenkte den Leihwagen in einen Graben. Der Idiot.“

Larson war sofort begeistert von ihr, aber irgendwo in einem Teil seines Gehirns ging eine Alarmglocke an. „Warum haben Sie nicht die Polizei gerufen?“, fragte er. Haben wir, entgegnete sie, aber die seien alle im Einsatz wegen des Nationalfeiertags hier. Wir haben eine Stunde gewartet, dann haben wir einen Zettel am Auto zurückgelassen. Wir sind erst die Straße entlanggelaufen, dann haben wir den Waldweg mit den frischen Reifenspuren gesehen. Und gehofft, dass am Ende jemand aus Fleisch und Blut dasitzt, der kein Serienmörder ist und vielleicht einen Tee anbietet. Ah, da kommt Jonas.“

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