Dann, bei Elfriede, benutzte sie Trokar, Laborutensilien, Gummihandschuhe und Desinfektionsmittel. Im Profil sah sie noch verführerischer aus als sonst, befand Tino. Dann war da der Riesenbauch seiner Geliebten. Bis über die Brüste hatte Elfriede ihr Nachthemd hochgeschoben. Ihre Nippel waren steif, harrten jetzt schon der Dinge, die kommen sollten, harrten jetzt schon des hungrigen, saugenden Söhnchens. Am liebsten hätte sich Tino sofort einen runtergeholt, obwohl sich das ja keineswegs ziemte.
Elfriede und Simone wussten, wie scharf Tino war, konnten das allerdings beide nicht ansprechen. Es war einfach in der Luft. Tino lenkte sich ab und kochte für Simone Hufnagel Kaffee. Er bat sie in die Küche, während Elfriede es vorzog, im Bett zu bleiben. Die Hebamme setzte sich an den Küchentisch und nestelte am rosa Band, das ihren Ausschnitt über der Brust zusammenhielt. Tinos Kehle wurde trocken wie eine Wüste. „Kommt gut“, lächelte Simone sibyllinisch. Sie rückte ihre BH-Träger zurecht und nahm ihre Tasse zur Hand. Hebammenhände! Sollte es einen Gott geben, hat er damit ein ewiglich währendes Wunder geschaffen. Hebammenhände, gross, stark, und doch so weiblich... diese feine weisse Haut... ein paar Blutgefässe, nur zu erahnen...
Tino hatte sofort eine Erektion. Wie gerne er jetzt sein Gesicht in Simones dichtem, rotem Haar vergraben hätte! Wenn es stimmte, was die Theorie besagt, hatte Simones Schamhaar dieselbe Farbe wie ihre Augenbrauen. Tiefschwarz! Bestimmt war sie nicht rasiert da unten – Hebammen sind doch Naturfrauen! Wo er dieses Cliché herhatte, hätte Tino nicht zu sagen vermocht. Er stellte sich Simone splitternackt vor, während er mit ihr über die Geburtsvorbereitung seiner Frau diskutierte.
„Double Think“ ist eine Eigenschaft, die seinerzeit von George Orwell in seinem Werk „1984“ eindrücklich beschrieben wurde.
Hebammen-Brüste
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