„Gemäß der Vertragsbedingungen für befreite Flaschengeister, bin ich von jetzt an für die Dauer eines Monats dein getreulicher Knecht und ergebener Diener. Ich werde auch deine schwierigsten Befehle ausführen. Ist diese Frist aber um, werde ich ohne wenn und aber meinen Abschied nehmen, ...und zu meiner Familie zurück kehren, die ich schon viele Jahrhunderte nicht mehr gesehen habe.“
Die Prinzessin war einigermaßen enttäuscht. „Keine drei Wünsche, wie im Märchen?“
Mit kaum verhohlenem Spott in der Stimme, fragte sie traurig: ...„Wie soll ein kleiner Wicht wie du mir in dieser Lage nur nützlich sein?“ Tränen liefen ihr über die Wangen.
Diese Missachtung kränkte den Kleinen sehr. Für seine Größe, konnte er erstaunlich laut werden.
„Befiehl mir lieber, anstatt mich zu beleidigen. Drei Wünsche sind schnell verbraucht. Und die Meisten können damit gar nicht umgehen. Mit mir hast du die Luxusversion erhalten. In einem Monat kann ich ne Menge bewirken. Aber gib Gas. Die Sanduhr rieselt...“
So befahl die Prinzessin also: „Öffne diese Tür und kümmere dich um die lästigen Wächter.“
Und da geschah das Unglaubliche. Knorz machte sich noch ein wenig kleiner, schlüpfte durch den Türspalt, und war für ein paar Augenblicke verschwunden. Auf dem Flur erhob sich ein großes Lärmen und Wehklagen. Dann öffnete sich die Tür…
Ihr Respekt vor dem Gnom wuchs schlagartig. Zwei schwer bewaffnete Hünen lagen gefesselt und geknebelt am Boden. Und sie sahen recht mitgenommen aus.
„Wir werden jetzt gehen. Wehe, ihr wagt es Alarm zu schlagen, bevor wir endgültig weg sind. Dann komme ich wieder. Und seit euch gewiss, dann werde ich nicht mehr so mitfühlend sein...“
Die angstgeweiteten Augen der Raubgesellen verrieten deutlich, dass sie den Gnom verstanden hatten...
Timea war tief beeindruckt. Noch auf dem Gang entschuldigte sich die Schöne bei ihrem Kobold. „Nehmt doch in meiner Rocktasche Platz, dort habt ihr es bequemer.
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