Ich wollte auf jeden Fall die Duschherausforderung hinter mich bringen. Und Sonntagnachmittag eignet sich doch gut zum Federballspielen…
Rainer sollte aus dem Spind die Duschutensilien holen und ich verschwand in der Herrendusche. Im Vorraum blieben Schuhe, Socken, Röckchen, Slip, Shirt, Sport-BH und das Schweissband von meiner Stirn zurück. Ich nahm eine der hinteren Duschen, damit ich später auch an allen Männern vorbei muss. Noch bevor ich das Wasser anstellen konnte, hörte ich ihre Stimmen. ‚Sie würden mich doch nicht davonjagen?‘ Meine Selbstsicherheit schwand. Als die beiden Fremden hereinkamen, hatte ich ihnen den Rücken zugekehrt. Über die Schulter blickte ich sie an: „Oh, ich bin wohl falsch!“ rief ich gespielt erstaunt, „soll ich gehen?“
„N – nein, bleiben Sie ruhig;“ entgegnete mir der Blonde, „uns macht das nichts aus!“ Auch der Andere brabbelte sowas wie: „Kein Problem!“
Endlich erschien auch Rainer, nur mit der weißen Shorts bekleidet, im Duschraum und drückte mir die ‚Body and Wash‘ Tube in die Hand. Ich hauchte ein „Danke“ und er verschwand wieder im Vorraum.
Jetzt ritt mich der Teufel. Ich steuerte den Blonden an, der zwischen mir uns sich zwei Duschköpfe Abstand gelassen hatte. Von unten nach oben, mit kurzem Zwischenhalt in seiner Körpermitte, musterte ich ihn. Ich reichte ihm die Tube, legte meinen Kopf ein wenig schief und meinte treuherzig: „Bitte“. Dabei drehte ich mich um und harrte der Dinge. „Sollte das nicht ihr Mann machen?“ fragte er zweifelnd.
„Ach der…den interessiert das doch nicht. Aber wenn Sie nicht möchten…“
„Nein, Verzeihung! So war das nicht gemeint!“
„Na dann, ich bin nicht aus Zucker!“ bekräftigte ich mein Anliegen.
Just in diesem Moment kam auch Rainer in den Duschraum. Er stellte sich genau unter ‚MEINE‘ Dusche.
„Hallo, Sie da!“ Ich meinte meinen Freund. „Das ist M e i n e! Der Mann ist nur so nett…“
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.