„Oooch,“ Sabine tat enttäuscht.
„Slip ausziehen lassen?“ setzte ich die Liste fort, worauf Sabine sofort mit „Nein“ antwortete.
„O. K.“ Wie selbstverständlich akzeptierte ich ihre Entscheidung. „Und dann bliebe noch poppen mit einem Fremden, den ich für dich aussuche, in einem Hotelzimmer.“
„Du willst unbedingt, dass ich mit einem anderen Mann…“
„Wenn Dir eine Frau lieber ist, soll mir das auch recht sein.“ Im Grunde genommen wollte ich nur wissen, ob sie sich darauf einlassen würde.
„Und wenn ich sechs Punkte erfülle, dann schenkst Du mir den Wagen?“ Sabine schien mir immer noch nicht zu glauben. „Auf mich zugelassen?“
„Ja, ich werde mein Wort halten, wenn…“
„Wenn…?“ weiter kam sie nicht, denn ich hatte mich auf sie gestürzt und auf unserem Sofa ‚flachgelegt‘.
Zeitsprung: Eine gute halbe Stunde später: „Das ‚wenn‘ war unser Fick gerade?“ fragte sie lächelnd, nachdem meine Freundin sich von dem kleinen Tod einigermassen erholt hatte.
Ich grinste und nickte. Sabine griff nach ihrem Mobiltelefon, das auf dem Glastisch lag und wählte die Nummer ihrer Tochter. An mich gerichtet meinte sie: „Und Du fragst deine Dessousvertreterin, wann ich bei ihr ‚modeln‘ kann!“
Dass es ihr ernst war, konnte ich allein schon daran erkennen, dass sie Melanie, ihrer Tochter, von unserem Deal erzählte. Okay, dass sie mit anderen ins Bett steigen sollte, verschwieg sie aus gutem Grund, aber sie erwähnte immerhin das von einem Fremden zu schiessende Foto oben ohne und auch das Duschen bei den Herren. Nachdem sie aufgelegt hatte meinte sie: „Mist, ich hatte glatt vergessen, dass Melli nur kurze, nein sehr kurze Röcke und Kleider hat. Passen tun sie alle…“
Ich lächelte in mich hinein, da mir dieser Punkt durchaus bewusst war, als ich über die Herausforderungen nachdachte.
Gleich darauf rief Sabine ihre beste Freundin an und verabredete sich für morgen Mittag, es war ein Samstag, zum shopping. „Den Rest erzähle ich ihr, wenn wir auf deine Kreditkarte einkaufen gehen“ meinte sie trocken.
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