Ich dachte, ein Themenwechsel zu unserem morgigen Museumsbesuch würde sie auf andere Gedanken bringen. Sie hörte mir zu, halbherzig. Erst als sie mitten im Satz aufstand, Sabine sah seeeehr sexy aus in meinem Hemd, und nur in meinem Hemd, das sie noch nicht einmal zugeknöpft hatte, verstand ich ihr Gefühlschaos. Sie streckte die Hand nach mir aus: „Komm mit mir ins Bett! Halt mich! Lieb mich!“ Ja, sie war verwirrt in ihrer Gefühlswelt. Ich liess mich nicht zweimal bitten…
_____
Tagelang beherrschten die Gedanken an mein, ich nenn es mal ‚Date‘ mit Amélie mein Geschick. Ich bin doch nicht lesbisch. Oder doch? Nein, ich liebe Männer. Und im Moment nur diesen Einen. Der Sex mit Thorsten hatte zwar Spass gemacht, mehr aber nicht. Mit Amélie war das irgendwie anders. Stand ich auf Frauen? Nein, ich hatte seitdem mehrmals Sex mit Rainer und es war schön, erfüllend. Trotzdem kam mir immer wieder der Abend mit dieser Frau in den Sinn. Vielleicht sollten wir mal zu dritt…Nein, keine gute Idee! Ich würde es hassen, wenn Rainer mit ihr…
Montag, Dienstag, Mittwoch. Die Tage gingen ins Land. Irgendwie konnte mich überhaupt nicht von den Erlebnissen mit Amélie distanzieren. Zwei Herausforderungen standen noch an. Über den Besuch im Pärchenclub hatten wir gestern Abend ein wenig diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es auch ein Swingerclub sein darf. Der Unterschied? In einem Pärchenclub sind nur Pärchen und eventuell einzelne Damen zugelassen, wo hingegen in einem Swingerclub zumeisst einzelne Herren einen deutlichen Anteil an der Gesamtgästezahl haben. Und mittlerweile wäre es mir sicherlich egal, ob zwei oder zwanzig Personen zusehen würden. Denn um das Beobachtet werden ging es ja. Für jeden x-beliebigen die Beine breitmachen – niemals!
„Dieser Club hier,“ Rainer deutete auf seinen Rechner, „hat Donnerstag bis Sonntag geöffnet. Wenn wir gleich morgen hingehen, ist sicher weniger los als am Wochenende.“
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.