Da fühlen sich Männer meist besser und gegebenenfalls können da auch wir aktiv werden, mal sehen."
Linda rutschte auf ihrem Stuhl vor und zurück, reckte ihren Po zur Lehne hin. „Was wetzt'n so unruhig?", fragte Herta plötzlich und sie klang fast ein wenig verärgert.
Es half nix, Linda musste sich bekennen. „Ich trage einen Buttplug, und der drückt manchmal ein bisschen. Vor allem aber macht er mich schon ordentlich wuschig!" kicherte sie verschämt.
„Oh, du gehst das ja sehr zügig an, dein Ziel einer frivolen Nacht!" kommentierte Herta dieses Geständnis.
„Nein", widersprach Linda ein wenig sinnfrei. „Ich mag das einfach gerne und auf einen schnellen Erfolg heute habe ich eher nicht gesetzt. Findest du das eklig? Soll ich ihn noch rausnehmen, bevor wir vielleicht doch mit jemandem ins Gespräch kommen?"
„Nein, nein! Lass stecken!" beschwichtigte Herta und musste gleich losprusten angesichts dieser sehr treffenden Doppel- und eigentlich Eindeutigkeit. „Ich mag schon gelegentlich anale Stimulation mit dem Finger", bekannte sie. „Aber ich muss zugeben, einen Stöpsel habe ich mir noch nicht hinten rein geschoben", lachte sie leise, um nicht den Nebentischen allzu viel Anlass zu Getratsche zu geben.
Dass sie beide hier mit einem besonderen Anliegen den Abend verbrachten, hatten einige hier schon bemerkt. Das ließen zumindest die sich häufenden unruhigen Blicke zu ihrem Tisch herüber vermuten.
•
„Nicht hinsehen! Nur aus dem Augenwinkel! Drüben an der Bar.", flüsterte Herta plötzlich ernst.
„Wieso?" fragte Linda irritiert. „Wie siehst du das? Du hast dich ja gar nicht umgedreht", fragte Linda verblüfft.
„Die Weinvitrine hinter dir spiegelt genau die Bar und diese sexy Kerle!" schmachtete Herta.
Linda suchte unauffällig und zuckte ratlos die Schultern. „Sportliche Typen, ein bisschen spaßbefreit", bewertete Linda ihre Beobachtung.
Drei Männer zwischen dreißig und vierzig hatten in kurzen Abständen am hinteren Teil des gebogenen Tresens der Bar Platz genommen. Sie wirkten tatsächlich ernst, nicht wirklich angespannt, aber auch nicht locker, wie es am Feierabend eigentlich sein sollte. Sie trugen Anzüge in Schwarz, Anthrazit und der Blonde mit den seitlich kurzen und oben längeren Haaren, der Jüngste offenkundig, ein dunkelblaues Jackett zu schwarzer Jeans. Sie alle trugen schwarze Sportschuhe, keine eleganten Sneakers, so, als müssten sie im Fall des Falles mit sicherem Tritt sprinten können.
„Personenschützer!" flüsterte Herta. „Bodyguards. Siehst du die Delle unter jedem Jackett? Dazu die unauffälligen, prüfenden Blicke, systematisch in alle Richtungen, unablässig? Da ist anscheinend jemand Bedeutender unterwegs im Hotel und wahrscheinlich bald auch hier im Lokal."
Linda sah sie ratlos an. Das musste ja nichts für den Zweck ihres Aufenthalts erbringen, dachte sie sich enttäuscht, so sexy die Kerle auch waren.
„Oh", flüsterte Herta ernst. „Sie zeigen auf uns."
Sie atmete tief ein, drehte sich um und richtete einen festen Blick in die Gesichter der Bodyguards. Dazu klimperte sie ganz ordentlich mit den Augenlidern. Die drei Männer tauschten kurz einen Blick, dann stand der junge Blonde auf, knöpfte sein Jackett zu und kam zu ihnen rüber. Linda stand der Mund weit offen.
Herta lächelte selbstbewusst und zufrieden.
„Jetzt wird es interessant!" flüsterte sie.
(Fortsetzung folgt)
Herta hieß nicht BSC
Geschichten vom Anfang der Leidenschaft
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