Er kapierte einfach nicht, dass sie auf Linda wie Schlafpillen wirkten. Sehnsüchtig blickte Linda auf die Uhr. In fünf Minuten ginge wieder eine Folge zu Ende mit ihren Heldinnen, die so viel mehr Aufregendes und Erotisches mit ihren Liebhabern und anderen Unterhaltungskünstlern erlebten. Gedankenverloren nahm sie eine Schere und schnitt den Body auf. Der Stoff schien zu seufzen, als die Klinge ihn durchdrang. Beinahe widerwillig gab er nach. Linda hielt in der rechten Hand die Schere, mit der linken wollte sie sich den Body über den Kopf nach oben ziehen, als sie ein Flüstern vernahm.
"Verschenk dich nicht an so eine Dumpfbacke", flüsterte Conny. Linda spürte, wie eine weiche, warme Frauenhand zwischen ihre Schenkel glitt und an den Stofffetzen spielte. "Du hast viel Besseres verdient." Linda packte den Griff der Schere fester. Zwei Finger klopften zart und behutsam, nahmen ein Büschel Schamhaare und zogen daran.
"Du hast Recht, Conny", wisperte Linda und spreizte ihre zitternden Beine.
"Dein Busen ist wunderbar. Weißt du das, meine Kleine?" O, wie Linda Inkes verführerische Stimme liebte, ihre Lippen, die sie geöffnet hielt wie eine Venusfliegenfalle, in die all die armen, dummen Männer freiwillig stolperten und in der sie verschlungen wurden.
"Spürst du die Süße meiner Zunge? Sie küsst deine vorwitzigen Warzen. Doch sie ist noch lange nicht satt. Sie will mehr von dir, alles, und auch Conny ist hungrig. Wir wollen dich verwöhnen, lieben und dich für deine Treue belohnen. Willst du unsere Freundin sein?"
"Ja, jaaaahhh, bitte ja." Linda starrte in den Spiegel. Sie war nackt. Ihre Haare hingen wirr über die Schultern. Ihre Lippen schimmerten. In ihren Schenkeln nistete etwas, das sich vertraut, gefährlich, schmerzhaft und doch verlockend anfühlte. Überall war ein Pochen und Dröhnen, heiß, fordernd, erregend.
"He, Baby-Jane! Wo steckst du? Tarzan wartet auf dich."
"Ich komme." Es war nicht Lindas Stimme, die antwortete. Es war der ferne Chor unbekannter, gnadenloser Sirenen. Die Schere blinkte in Lindas rechter Hand, als sie langsam zur Treppe ging.
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