„Iris, sieh mich an! Ich erwarte gar nichts von dir. Und schon mal gar nicht das, was du jetzt gerade denkst. Und um das Geld musst du dir keine Sorgen machen. Es tut mir gerade nicht weh. Und es freut mich, wenn ich dir damit helfen kann. Zahle es zurück, so langsam oder schnell wie du kannst, ohne, dass du auf etwas verzichten musst. Ich bin mit Hunden aufgewachsen. Und während meiner Ehe hatten wir auch einen, aber der gehörte meiner Frau. Sie hat ihn bei der Trennung mitgenommen. Ich liebe Hunde. Deine Hündin ist eine ganz Hübsche.“, und flüsternd fügte ich hinzu: „Wie ihr Frauchen.“
Mit Tränen in den Augen sah sie mich an, stand auf und küsste mich auf beide Wangen. „Ist schon gut.“, sagte ich zu ihr, während ich mit meinen Daumen ihre Tränen wegwischte. Gemeinsam räumten wir den Frühstückstisch ab und stellten das Geschirr in die Spüle.
„Lass uns nach deiner Luna sehen.“, drängte ich sie zum Aufbruch. Sie zog sich eine leichte Jacke über ihre Arme und wir verließen ihre Wohnung. Galant hielt ich ihr die Beifahrertür auf und lud sie ein: „Bitte einsteigen, junge Frau.“„Schnacker.“, hörte ich nur.
In der Tierklinik gab es gute Neuigkeiten. Mein Freund Peter war zwar selbst nicht da, aber er ließ uns durch seinen Kollegen auf den neusten Stand bringen. Die Operation war gut verlaufen. Der Heilungsprozess würde lange dauern, doch mit viel Training und Liebe würde Luna wieder richtig laufen können. Man brachte uns zu ihr. Sie lag in einem großen Käfig mit einem trichterförmigen Kragen um den Hals. „Damit sie sich die Fäden nicht rausleckt.“, erklärte uns die Helferin. Die Hündin freute sich, ihr Frauchen wieder zu sehen. Mich blickte sie eher skeptisch an. Als ich sie streicheln wollte, wich sie zurück. „Sie ist Fremden gegenüber sehr scheu. Sie hat viel durchgemacht.“, erklärte mir Iris.
„Sie wird noch etwa eine Woche bei uns bleiben müssen, damit wir sicher sein können, dass alles wieder richtig in Form bleibt.
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