Hilfe in Wanderschuhen

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Hilfe in Wanderschuhen

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Gero Hard

„Mein Held, ist es ok, wenn ich ein paar Sachen von mir und Luna hierherhole? Dann brauche ich nicht ständig hin und her zu fahren.“ 

„Das macht Sinn. Mach nur und beeile dich, ich vermisse dich jetzt schon, obwohl du noch gar nicht weg bist.“ Nach einem zärtlichen Kuss verschwand sie aus der Haustür.

Nach etwa zwei Stunden war sie wieder zurück und schellte. ‚Sie braucht einen Schlüssel und eine Fernbedienung‘, schoss es mir durch den Kopf, während ich das Tor öffnete. Gemeinsam verbrachten wir den Tag mit einkaufen, Sauna und Sex. Wir waren geradezu süchtig nacheinander. Oder sollte ich besser „aufeinander“ schreiben? Hier mal ein flüchtiger Kuss, dort ein zartes Streicheln über den Po, oder auch mal ein liebevoller Klaps auf den Hintern, dann ein zärtliches Kneifen in die Seite, oder eine liebevolle Schultermassage, als sie es sich auf einem Sessel gemütlich gemacht hatte.

Am späten Nachmittag klingelte mein Freund Peter mich an, um mir zu sagen, dass die Hündin jetzt transportfähig gemacht sei und abgeholt werden könne. Man habe ihr ein leichtes Beruhigungsmittel gespritzt, damit sie sich nicht selbst überfordern würde. Iris fiel mir freudig um den Hals und hatte schon wieder Tränen in den Augen. Nur, dass es dieses Mal Freudentränen waren. Plötzlich konnte es ihr gar nicht schnell genug gehen bis wir in meinem Auto saßen. Wenn ich ehrlich war, freute ich mich genauso, Luna endlich aus der Klinik abzuholen.

An der Rezeption bezahlte ich die Rechnung der Klinik mit meiner Kreditkarte und drückte als Dank noch einen Hunderter in die Getränkekasse. Mit ein paar Medikamenten und einer langen Liste an Dingen, die zu beachten waren bereichert, erreichten wir mein Haus. Ich trug die Hündin ins Wohnzimmer, wo wir ihr Körbchen und eine weiche Decke zurechtgelegt hatten. Im ganzen Erdgeschoss dienten großflächige Fliesen als Bodenbelag, die durch eine Fußbodenheizung immer angenehm warm und leicht zu reinigen waren, falls mal ein Malheur passieren würde.

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