Himmlische Erkenntnisse... Teil III

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Himmlische Erkenntnisse... Teil III

Himmlische Erkenntnisse... Teil III

Imrish Vulvart


Einige Schritte weiter bleibt er wieder abrupt stehen: der Weg ist von einem anderen Netz versperrt, jedoch hat dabei die Spinnerin Hilfe gehabt; einige Lianen haben sich über den Gang ausgebreitet und so ein Gerüst für ihre Arbeit geliefert.
Unsicher sieht sich der Mann um: eingesperrt von Tieren und Pflanzen.
Jetzt bemerkt den kleinen Käfer, der vor ihm zu tanzen scheint. Er macht einen Schritt auf ihn zu und schon dreht sich der kleine Kerl um und läuft weg, aber nur so weit, bis er sich in Sicherheit fühlt; dann beginnt seinen Tanz aufs Neue. Neugierig folgt ihm der Mann und stolpert dabei über eine Steinkante - geräuschvoll setzt sich ein Teil der Wand in Bewegung und kommt auf ihn zu. Erschrocken weicht er zurück, es bleibt kaum Platz bis zur hinteren Wand – er ist wie gelähmt. Er schließt die Augen und wartet. Es ist still, kein Summen der Insekten ist mehr zu hören. Nach einiger Zeit wagt er die Augen zu öffnen:
Vor ihm steht eine große Spinne, ein Spinnenmädchen, das ihn anlächelt. Sie geht in die Hocke und streichelt den kleinen Käfer, der ohne Angst zu ihren Füssen hockt.
Dann verschwindet er und das Spinnenmädchen steht auf und gibt ihrem Besucher ein Zeichen ihr zu folgen. Jetzt erst bemerkt der Mann den Raum, in dem sie sich jetzt befinden – es ist ein Tunnel. Überall stehen Glas- und Keramikbehälter, doch sie sind alle leer. Eine Schräge am Ende des Raumes führt sie nach oben. Hier ist es total leer und taghell.
Der Mann sieht sich um und bemerkt, dass alle Wände durchsichtig sind, ebenso das Dach, wie in einem riesigen Glashaus. An den Seiten hängen auch hier lange Schnüre herab. Es ist das gleiche Prinzip wie in dem Kuppelbau, Stoffbahnen kann man mit ihrer Hilfe vor das Glasdach ziehen.
Das Spinnenmädchen verneigt sich und klettert vor seinen Augen an einem Faden, der von der Decke herunterhängt nach oben. Sie sieht nochmal auf ihren Gast herunter und ist gleich darauf verschwunden.
Der Mann sieht sich um, ganz leer ist der Raum doch nicht; im hinteren Teil stehen aufgestapelt Gartenmöbel, Springbrunnen und an einigen Stellen im Boden erkennt er Umrandungen für Beete. Aufgestapelt neben ihnen stehen kleine Viadukte, die man über die Beete zur Bewässerung stellt. Nur woher kommt das Wasser? Solche aufwendige Architektur verwendet man sonst nur zur Wasserzufuhr von Städten!

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