Und seines hatte sogar Bügelfalten. Wahnsinn!
„Franzi, bringst du uns den Champagner? Josie braucht was für ihren Kreislauf!“
Verlegen, überwältigt und irgendwie unsicher, stammelte ich leise: „Danke“!
„Dank mir erst, wenn du dich bei mir wohlfühlst und du die Probezeit überstanden hast. Es wird nicht leicht werden, auch, wenn es sich jetzt vielleicht so angehört hat.“
„Ich verspreche dir, dass ich mir alle Mühe geben werde. Dein Job ist viel mehr, als … ach, ich weiß gar nicht, wie ich dir danken soll. Du bist mein Retter in der Not.“
„Ach man Josie, du bist mir schon so eine. Du hast dich wirklich sehr verändert. Bist lange nicht mehr das junge, unschuldige Mädchen. Bei aller Unvernunft doch so erwachsen geworden, noch hübscher, als damals.“
„Brauchst du noch was Chris?“, leise hatte Franzi das Tablett auf den Tisch gestellt.
„Nein, danke Franzi.“, nickte er ihr zu. „Ach doch … könntest du bitte das Boot tanken lassen? Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, ich werde es die nächsten zwei Wochen noch brauchen müssen.“, grinste er in meine Richtung.
Mit einem gegenseitigen, tiefen Blick in unsere Augen stießen wir auf den vorerst mündlichen Vertrag an. Ich zweifelte keine Sekunde daran, dass er nicht zu seinem Wort stehen könnte. Bei allen anderen Firmen hätte ich wenigstens auf eine kurze, schriftliche Bestätigung bestanden. Bei ihm nicht!
„Du hast dich aber auch sehr zu deinem Vorteil verändert! Viel ist auch bei dir nicht von dem pubertierenden Eigenbrötler geblieben. Mich hat es ja nie wirklich gestört, aber jetzt … eine Veränderung um 180 Grad. Aber sag mal: Führst du alle deine Personalgespräche hier?“
„Nein! Eigentlich gar keine! Nur manchmal bestelle ich mir meine Angestellten hier her, wenn ich nicht ins Büro möchte. Du bist die erste.“
„Ich frag nur, weil …, ach nichts!“
„VERTRAUEN Josie, du erinnerst dich?“
Hochmut kommt vor dem Fall
Josie
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Hochmut kommt vor dem Fall
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