Sensible Haut und feine Glieder, die sich zur rechten Zeit um sie legten und ihren Körper mühelos in die gewünschte Position brachten, um sie für sich zu vereinnahmen, ja das war etwas, das liebte sie über alles. Als sie Frank das erste mal gesehen hatte, hatte er sich mit samt seiner Jeans und dem T-Shirt unter eine Dusche vor dem Resort gestellt, dann hatte er das Hemd ausgezogen und es ausgewrungen, das Wasser perlte auf seiner Haut, sein langes, blondes Haar hing in feuchten Strähnen über seine Schultern. Ein wundervoller Anblick, er war schön gewesen, wie ein junger Gott. Den will ich, schoss es ihr damals durch den Kopf, diesen drahtigen Typ, er hat etwas von einem wilden Prärieindianer. Nun, sie hatte ihn auch bekommen, und mit ihm ein paar verträumte Wochen in einer Höhle am Strand verlebt. Er war ein guter Liebhaber gewesen, hatte sie stundenlang bei Kerzenschein mit seinem festen, fordernden Schwanz gefickt, ach ja, lange vorbei... Nach einer langwierigen Busfahrt, quer über die Insel war sie endlich da. Damnoni hieß die Haltestelle an dem Kiesweg, auf dem man mit dem Rucksack in der sengenden Hitze noch ca. 15 Minuten bis zum Strand marschieren musste. An dem Strandrestaurant machte sie erst einmal halt um eine Kleinigkeit zu essen, doch dann ging sie weiter, wollte keine Zeit verlieren, ihr Ziel war die Höhle. Sie musste über zerklüftete Felsen wandern, sie erinnerte sich, damals hatte sie nicht einmal anständige Sandalen an den Füßen gehabt. Der Wind hatte an ihr gerissen, und Frank war die Strecke mit seinen Knobelbrechern immer in einem Affenzahn entlang gelaufen. Von dem Grad aus gingen immer wieder kleine Pfade zu verschiedenen Stränden hinunter, die erste war noch recht groß, die zweite kleiner, die letzte war ihre Bucht. Wer sie nicht kannte, lief daran vorbei, man konnte das Juwel von feinem Kiesstrand von den Klippen aus nicht einsehen. Sie krakselte hinunter.
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