Jedes Mal, wenn seine Hand ein Stück weiterwanderte, wartete er einen Herzschlag lang, ob ich nachgab, ob ich mich ihm entgegen bewegte. Und ich tat es.
Der Stein im Rücken war kalt, doch alles sonst war warm. Seine Brust an meiner, sein Bauch an meinem, die unmissverständliche Härte zwischen uns, die mich zugleich überraschte und beruhigte – nichts Spielerisches, nichts vorschnell Brutales, sondern ein stilles, klares Begehren. Ich ließ meine Hände über seine Schultern gleiten, über seinen Rücken, tiefer, spürte, wie er unter meiner Berührung kurz den Atem anhielt, einfach nur, um sie ganz bewusst zu genießen.
Wir lösten uns kurz voneinander, gerade so weit, dass wir uns ansehen konnten. Seine Wange war gerötet, sein Atem ging schnell. Ich strich ihm mit dem Daumen über die Unterlippe, und er schloss für einen Moment die Augen, als wäre diese kleine Berührung fast so intensiv wie der Kuss selbst.
Dann zog er mich wieder zu sich, diesmal entschlossener. Und hielt mich für einen kurzen Moment ganz fest, als müsste er sich versichern, dass all dies wirklich geschah. Dass ich real war.
Ich spürte die Stärke seines Körpers. Seine Hände, die erst zögerlich waren, wurden bestimmter. Mal hatte ich das Gefühl, dass er meinen Rhythmus fand und sich mir anpasste, mal war mir, als folgte ich seinem Rhythmus, der sich aber gleichzeitig nach meinem anfühlte. Wir sprachen kein Wort. Da war nur unser Atem und ab und zu ein leises Aufstöhnen, wenn eine Berührung unerwartet intensiver gefühlt wurde.
Als er tiefer in mich eindrang, war da dieser eine Moment, in dem alles sich gleichzeitig nach zu viel und genau richtig anfühlte. Er fühlte es auch und hielt inne. Ich schloss die Augen, presste die Stirn gegen seine Schulter, hörte sein hartes Ausatmen an meinem Ohr.
Höhenluft
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