Höhlengeflüster

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Höhlengeflüster

Höhlengeflüster

Kate H.


„Allerdings, ich komme öfters her. Die Natur ist berauschend. In diesen Felsen führt ein Gang mit einer Höhle. Sie ist nicht sehr groß, aber sehenswert.“
„Ist es nicht dunkel da drin?“
„Ich habe eine Taschenlampe und Sie bestimmt ein Handy?“
„Leider ist der Akku alle. Wenn Sie mich nicht allein drin stehenlassen, komme ich mit.“
„Das wollte ich hören!“
Er schaltete die Taschenlampe an und nahm meine Hand. Ein wildfremder Mann berührte mich und ich ließ es zu? Warum um alles in der Welt widersetzte ich mich nicht und ging weg? Er war wie ein Magnet, der jegliche Materie um sich herum anzog, hatte eine Energie, die ein Kribbeln auf der Haut hinterließ und die Knie weichmachte. Ich vergaß alles um mich herum und hatte nur das Gefühl, keinen Schritt mehr von ihm zu weichen. Er zog mich in die Dunkelheit fort.
Zwischen den Felsen führte ein Weg entlang, der sich verengte, einer Schlucht gleichkam. Wir kamen geradeso hindurch, als er sagte: „Hier ist der Eingang.“
Hinter der Felsenenge stand ein weiteres Felsenensemble vor uns mit einer Art Felsentor. Wir gingen hinein. Die Höhe betrug ungefähr fünf Meter und die Breite lag bei geschätzten zehn Metern. Die Höhle zog sich, ging weit in das Innere des Felsens hinein. Ich stellte mir vor, dass Jugendliche hierherkamen und übernachteten.
„Gefällt es Ihnen?“, fragte er.
Ich schluckte und antwortete: „Ja.“
Er lies mich los und sagte: „Die Kraft des Ortes ist atemberaubend.“
Ich dachte an Mark und wusste nicht, ob das, was gerade passierte eine gute oder schlechte Sache war. Er hatte mich allein gelassen, und ich musste damit klarkommen. „Alles in Ordnung!“, fragte er.
„Nichts von Bedeutung“, sagte ich und schloss kurz die Augen. Jetzt spürte ich ihn nah. Er stand vor mir und berührte mit seinen Händen meine Schultern, strich über die Arme entlang, kam mit seinem Gesicht näher und drückte seinen Mund auf meinen Mund.

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