Erst der eine Finger, dann der andere. Scheint soweit kein Problem zu sein. Ich atme innerlich auf und tue so, als sei ich nicht da. In Slip und Boxershort der Besucher tut sich was. Nataschas Hände kümmern sich bereitwillig auf beiden Seiten, doch nicht zu intensiv. Bei derart jungen Männer muss man vorsichtig sein. Natascha steht jetzt auf und zieht ihren Rock aus. Sie steht vor den beiden Malern in Korsett und halterlosen Strümpfen. Ein Erlebnis nach einem langen Arbeitstag. Natascha zieht die beiden an den Händen hoch vom Sofa. Dann legt sie sich selbst darauf, halb schräg, und spreizt die Beine. Ich könnte das Sofa ausziehen, aber das würde jetzt die Stimmung stören, also betätige ich mich als Beinhalterin. Nataschas links Knie wird von meinem Arm gestützt, ihr rechts Bein kann sie so von sich strecken. Zahir kniet sich hin.
Was soll ich sagen? Es war wie immer. Keiner der beiden hat etwas gemerkt. Weder beim Lecken, noch beim Eindringen. Natascha hat ziemlich gestöhnt bei Letzterem, ist eben verdammt eng. Aber auch das haben die zwei anders interpretiert oder gar nicht bemerkt. Im Gegenteil, es schien genau richtig, wie der plötzlich laute Ausruf von Zahir bewies. Sepp hatte im Anschluss keine Hemmungen vor den Körpersäften der Beteiligten, er steuerte seine bei.
Als gute Gastgeberin holte ich die Speisekarte des Italieners um die Ecke raus. „Wollt ihr etwas essen?“ frage ich. Doch die zwei sehnten sich nur nach ihren Malerhosen, die sie so schnell wie möglich wieder anziehen wollte. Sie schlüpften in ihre verschmierten Schuhe und verschwanden. Wir hörten sie draußen noch rascheln und aufräumen, während Natascha und ich Pasta und Pizza bestellten. „Viertelstunde“, sagte der Italiener am Telefon.
Als wir rüber liefen, Natascha auf ihren High Heels im Matsch, war von den Malerburschen nichts mehr zu sehen. Aber die Wände im Treppenhaus sind noch nicht fertig gestrichen. Morgen müssen sie nochmal kommen.
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