Und das sollen sie natürlich alle, bis der Herr der Schöpfung mit seinen Spielen beginnt.
Anne, Samira, Désirée und Sabine hatten einen anstrengenden Rhetorik-Tag hinter sich. Es war darum gegangen, dass sie ihre Auftrittskompetenz steigern wollten, sie hatten sich gegenseitig gefilmt und dann ihre Körpersprache, die Haltung der Arme, die Haltung des Oberkörpers und das berühmte „wohin mit den Händen“ analysiert, im Beisein eines professionellen männlichen Coaches. Sebastian machte das nicht zum ersten Mal, aber an jenem Nachmittag regten sich in ihm, dem Profi, ganz unerwartete Gefühle. Anne, Samira, Désirée und Sabine machten ihn an, in ihrer krankenschwesterlichen Unschuld, und die vier Frauen waren beileibe nicht die Einzigen im Saal. An den Workshops taten sie sich aber zusammen, und Sebastian kam ihnen mental näher, mit Tipps zur Atmung, Tipps zur Bekleidung, Tipps zur allgemeinen Körperhaltung.
Dann hatte er diese Idee. Er war mit jedem Winkel der Universitätsstadt vertraut und hatte gute Verbindungen bis hin zur kleinsten Bar. Sebastian war oftmals auch Guide an Seminaren bestimmter Geschäftsleitungen. Es ist beileibe kein Geheimnis, was männliche Geschäftsleitungsmitglieder wollten, einmal weg von Familie und langjährigen Partnerinnen. Es ging um mehr als um ein Feierabendbierchen. Diese Männer wollten weibliches Fleisch sehen und auch spüren. Sie wurden zu Tigern, zu Raptoren. Ehe man sich’s versah, und die involvierten Frauen hatten Übung darin, die Kadermitglieder scharf zu machen. Bei ihnen eine trockene Kehle zu verursachen, sich befummeln und manchmal sogar bumsen zu lassen, im Nebenzimmer, um dann abzukassieren und sich am Folgetag wieder ihren regulären Berufen als Bibliothekarinnen, Lehrerinnen und… Krankenschwestern zu widmen.
Horny Bitches und das Oxytocin
10 10-16 Minuten 0 Kommentare
Horny Bitches und das Oxytocin
Zugriffe gesamt: 830
Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.