Horny Bitches und das Oxytocin

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Horny Bitches und das Oxytocin

Horny Bitches und das Oxytocin

Anita Isiris

„Überraschung“, sagte Sebastian geheimnisvoll und verteilte vier Tickets. „Comedy Show im Kronenburgkeller.“ Der Kronenburgkeller war verwinkelt, in früheren Jahren sollten dort Menschen Zuflucht gefunden haben, die der Pest ausweichen wollten, was allerdings nicht gelungen war. Der Kronenburgkeller hatte sich innert Monaten angeblich in ein stinkendes Massengrab verwandelt.
Tempi Passati. Der Kronenburgkeller war nun eines der angesagten, aber auch einschlägigen Lokale, die deshalb nicht in jedem Reiseführer verzeichnet waren. Der Eingang war in sanftes rotes Licht getaucht, was bei Anne eine gewisse Skepsis auslöste. „Wohin führst Du uns da?“
„Ach, komm, hab Dich nicht so“, wandten die drei abenteuerlustigen Arbeitskolleginnen ein. Arbeiten können wir morgen wieder, am zweiten Seminartag, und jetzt wollen wir einfach ein bisschen Spaß.“ Diese Einstellung war ganz nach Sebastians Gusto. Er würde dafür sorgen, dass nicht nur Samira, Désirée und Sabine in Kürze zu Horny Bitches mutieren würden, sondern selbstverständlich auch Anne mit ihren vielversprechend großen Brüsten.
Zuerst gab’s an der Bar, mit einer ausladenden Flaschen-Farbenpracht im Hintergrund, etwas zu trinken. Sebastian übernahm die Runde, unterließ es aber nicht, den beiden Barkeepern eins übers andere Mal zuzuzwinkern. „Wo er auch immer diese geilen Bitches hernimmt?“, raunte Arturo seinem Partner Ernesto zu. Die beiden waren geübte Drink Mixer und hatten weit über den Kronenburgkeller hinaus einen exzellenten Ruf.
Als die vier Frauen ihre Drinks bis auf den Grund ausgesüffelt hatten, schob sich Sebastian hinter Désirée, berührte sie sanft an der Schulter und wies den Krankenschwestern den Weg in den Theaterraum. Der Publikumssaal war bis auf den letzten Platz besetzt, mehrheitlich von Frauen, die vorderste Reihe war ebenfalls belegt, ausschließlich von Männern.

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