Als würden ihre Hände an unsichtbaren Fäden geführt, so, als wäre Evelyne eine Marionette, machte sie sich am dargebotenen Margarinetöpfchen zu schaffen und führte die rechte Hand an ihre Schamlippen, die sich jetzt, für jedermann gut sichtbar, am Rand ihres Höschens offenbarten. Mit der Linken zog sie den Slip zur Seite. Dann schloss sie die Augen, stellte sich vor, sie liege unbeobachtet an einem weiten Sandstrand und massierte sich mit Margarinefingern an ihrer empfindlichsten Stelle. Still schauten die Männer zu. Imam, der Türke, hatte eine derart starke Erektion, dass es schmerzte. Sein grosses, schweres Glied drängte gegen die Innenseite seines Reissverschlusses, und er wusste, dass der Anblick, den Evelyne ihm soeben bot, in seinem Land als hochgradig obszön galt. Er schloss die Augen und stellte sich ein junges Mädchen aus seinem Dorf vor, mit tiefschwarzem, langem Haar und dunklen Augen, die ebenso daliegen würde wie Evelyne. Undenkbar! Und genau dieses Undenkbare erregte ihn. Rechts von Imam stand René, der feiste Typ, der sie begrüsst hatte. Eine Haarsträhne hing ihm ins hochrote Gesicht. Er zitterte am ganzen Körper und starrte Evelyne unentwegt zwischen die Beine, dorthin, wo sich das Unsagbare abspielte. René war ein hoffnungslos einsamer Mann, dessen einzige Freude es war, in dieser Küche, in der vor allem Ausländer arbeiteten, Macht auszuspielen. Macht gegenüber Neuankömmlingen und Auszubildenden. In Spiez gab es keine Bordelle, und er musste Unmengen von angestauter sexueller Energie für sich behalten. Nun lag, direkt vor ihm, dieses hübsche Mädchen und massierte sich mit kreisenden Bewegungen an einer Stelle, die er nur von Fotos kannte. Sarim, der Tamile, gab sich eher cool. Ihn faszinierten vor allem Evelynes Hände. Er liebte feingliedrige Finger. Diese Hände erinnerten ihn an die Frauen in seinem Dorf, die viel zu viel arbeiten mussten.
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