Hotelbekanntschaften

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Alnonymus

„Wow, ich hatte gerade den besten Sex seit Langem.“ höre ich Cäcilie neben mir seufzen, „Aber jetzt kann ich einfach nicht mehr.“
„Ach ja, glaubst du, mir geht es besser.“ muss ich zugeben. Eine Weile liegen wir schweigend nebeneinander, genießen den herrlichen Augenblick.
„Übrigens, das nächste Mal, wenn du eine fremde Frau ansprichst, um mit ihr zu flirten, solltest du nicht gleich im zweiten Satz erwähnen, dass du verheiratet bist.“ höre ich sie plötzlich sagen.
„Ich weiß, ich hätte mich für den Ausrutscher ohrfeigen können, und ich dachte echt, dass der Abend damit gelaufen wäre.“ Wieder seufzt die Frau an meiner Seite: „Na ja, ich bin schließlich auch verheiratet.“ Erneut entsteht eine Pause.
„Du liebst deine Frau wohl sehr?“ fragt sie schließlich. „Mehr als alles auf der Welt.“ gebe ich unumwunden zu.
„Das ist gut, denn ich liebe meinen Mann auch mehr als jeden anderen.“ antwortet sie, während sie sich auf ihre rechte Seite dreht, den Oberkörper halb aufrichtet und auf den Ellenbogen abstützt.

Sie blickt mir tief in die Augen: „Weißt du eigentlich, mein liebster Ehemann, dass dieses Rollenspiel bei weitem das Verrückteste war, was wir je zusammen gemacht haben?“
„Ich weiß, meine geliebte Ehefrau.“ lächle ich sie an, „Aber es war auch das Aufregendste und Lustvollste.“ Schon schmiegen sich ihre Lippen auf meine, und es wird ein Kuss, der unsere innerste Verbundenheit ausdrückt, denn nun ist sie wieder ganz meine Bettina.
„Wir sind ziemlich verrückt.“ seufzt sie, während sie sich wieder in meinen Arm kuschelt, „Als wir den Bericht im Fernsehen gesehen haben, fand ich es ziemlich abgefahren, und als du dann noch vorgeschlagen hast, dass wir es doch auch mal probieren könnten, war ich echt skeptisch.“
„Stimmt.“ lache ich auf, „Es war tatsächlich eine ganze Menge Überzeugungsarbeit nötig, bis du zugestimmt hast.“
„Doch so richtig, also in meinem tiefsten Inneren, war ich nicht davon überzeugt.“ gibt Bettina zu, „Aber du hast dir so viel Mühe gegeben, mich zu überzeugen, und auch unsere Reise zu planen, da hab’ ich mehr oder weniger dir zuliebe mitgemacht.“

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