Hotelbekanntschaften

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Hotelbekanntschaften

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Alnonymus

Sie zögert kurz: „Es war schon ein komisches Gefühl, so lesend neben dir im Zug zu sitzen und irgendwie zu wissen, was passieren soll, … und als du dann auch noch einfach so aus dem Hotelzimmer verschwunden bist, war das schon echt merkwürdig. … Und dass ich mir die Klamotten gekauft habe, war dann fast so was wie Trotz. Ich dachte, nun soll er sehen, was er davon hat.“
„Ehrlich gesagt, war ich auch etwas unsicher, als sich der Zug Bremen genähert hat, ich hatte irgendwie Angst, dass es in die Hose geht, aber ich wollte auch nicht aufhören, irgendwie war es ja doch spannend. … Übrigens, … das vorhin war ehrlich gemeint, die Klamotten sind echt der Hammer. Du siehst darin unbeschreiblich aufregend aus. … Und so einen süßen Pferdeschwanz solltest du zuhause auch öfter mal tragen. … Du siehst ja, wohin da führt.“

Bettina seufzt: „Dabei hab’ ich mich zuerst, so anders angezogen und ohne dich an der Bar, ehrlich gesagt, ein bisschen merkwürdig gefühlt. … Und als du mich dann angesprochen hast, war mein erster Impuls zu sagen, komm, wir lassen es. … Doch du hast mich so verlangend angesehen, dass ich einfach nicht anders konnte, als mitzumachen, ... und ehrlich gesagt, je länger unser Spiel gedauert hat, desto heißer wurde mir dabei.“
„Ich hab's gemerkt.“ kann ich nur bestätigen, „Zum Schluss hatte ich fast Angst, dass du mich gleich an der Bar vernaschen willst. … Bei mir waren alle meine Bedenken allerdings schon verschwunden, als ich dich an der Bar gesehen habe. Das war ein echt heißer Anblick, und ich wollte unbedingt diese aufregende Frau. … Irgendwie war unser Spiel plötzlich ganz selbstverständlich, so normal. … Wie bist du eigentlich auf Cäcilie gekommen?“
Bettina lacht: „Ich finde den Namen ganz passend für eine Frau mit Pferdeschwanz und kurzem, engen Rock.“ antwortet sie, sagt dann aber eine ganze Weile nichts, nur um schließlich leise zu ergänzen: „Du musst mir aber ganz fest versprechen, so was niemals wirklich mit einer fremden Frau zu machen, hörst du.“

Das Versprechen kann ich ihr voller Überzeugung geben, und so schlafen wir schließlich glücklich und erschöpft aneinandergeschmiegt ein. Am nächsten Morgen gehe ich nach dem gemeinsamen Frühstück zur Versammlung und Bettina macht sich wieder auf zum Shoppen. Die Rückfahrt verbringen wir kuschelnd im Zug und wir sind nicht böse darüber, dass es bei uns zuhause regnet, denn so können wir ohne schlechtes Gewissen den restlichen Tag im Bett verbringen. Schließlich haben meine Frau und ich schon seit fast drei Wochen nicht mehr miteinander gevögelt.

Nun, das alles ist jetzt auch schon so viele Jahre her. Solche Spiele, die wir 'Hey Fremder' nennen, bereichern unsere Ehe tatsächlich ab und zu. Vor allem aber sind wir noch immer verliebt ineinander, genießen immer noch die so vertrauten, intimen Stunden voller Zärtlichkeit und Leidenschaft. Auch wenn sich der Sex im Laufe der Jahre allmählich geändert hat, seltener geworden ist, dafür aber an Intensität gewonnen hat, vögeln wir immer noch ausgesprochen gerne miteinander, freuen uns auf die lustvollen Spiele ohne Hemmungen, die uns so eng zusammenschweißen.

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