House of Dreams

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House of Dreams

House of Dreams

Anita Isiris

Ute arbeitete sich in gebückter Haltung die breite Marmortreppe hoch, in deren Mitte ein roter Läufer einen angenehmen Akzent setzte. Sie hatte ihre Digitalkamera im Anschlag und fühlte sich durch die Situation ausgesprochen gestresst. Das Mädchen vor ihr, das splitternackt die Treppe hochrobbte, stammte aus Rarotonga. Ute fokussierte genau zwischen ihre kräftigen Pobacken und wusste, dass es genau das war, wonach es die Männer gelüstete: Mays Spalte, die in ihrer zarten Jugend so unschuldig wirkte wie ein Schneeglöckchen, das sich der Frühlingssonne entgegenstreckt. Ute war Architekturstudentin und interessierte sich im Grunde wesentlich mehr für die grosszügige Halle, in der sie sich befand. Die Gipsstukkaturen, der Lichteinfall und der kühne Schwung der Treppe liessen ihr Herz höher schlagen. Woher nahm die gehobene Gesellschaft früherer Jahrhunderte bloss das Geld, die Zeit und vor allem das visionäre Talent zu derartigen Bauten? Und was tat sie selbst in ihrem vierten Semester? Sie filmte nackte Frauen für Internet-Kurzfilme, und das Geschlecht der Rarotonganerin vor ihr hatte sie mehr zu interessieren als das gusseiserne Treppengeländer mit dem goldenen Knauf. Ute zoomte Mays Muschi heran. Auf ihrem Display war jetzt nur noch die rasierte Pflaume zu sehen, die sich rhythmisch die Treppe hoch bewegte. Ute störte sich nicht an Mays Nacktheit. Sie würde aber nie verstehen, wieso Männer bloss auf diese eine Einstellung scharf waren. May hatte nämlich weit mehr zu bieten als ihre prallen Schamlippen und ein verführerisches Poloch: Wundervolle Augen in der Form einer Hibiskusblüte zum Beispiel, glänzendes schwarzes Haar oder Hüften, die perfekt gerundet waren. Aber die Männer, die sie bediente, waren vermutlich unter Zeitdruck vor ihren PC-Monitoren und Laptops. Es musste in den zum Download angebotenen Kurzfilmen direkt “zur Sache” gehen, weil jederzeit die Ehefrau das Büro betreten konnte. Oder, noch schlimmer, die Tochter oder die Enkelin. Darum waren diese Typen vermutlich so mösenfixiert.

May war mit einem Deutschen verheiratet und lebte seit Jahren in Auckland. Sie hatten sich in einem Südsee-Resort kennen gelernt; Jeb im geblümten Hemd und mit einer aus der Mode gekommenen Sonnenbrille, May im traditionellen purpurroten Kleid. Ihr Haar hatte sie mit drei weissen Hibiskusblüten geschmückt. Sie war sich ihrer Wirkung auf Männer durchaus bewusst. Jeb, der bereits seit Jahren in Rarotonga wohnte und als „PC Doctor“ ein kleines Geschäft betrieb, hatte ihr Herz mit seiner Unbeschwertheit erobert. Die Jahre waren ins Land gezogen, immer grössere Touristenströme hatten nicht nur Rarotonga, sondern die gesamten Cook Islands heimgesucht, und eines Tages waren die beiden nach Auckland gezogen. Jeb würde sein Geld weiterhin mit Computern verdienen. May indes wurde von Monat zu Monat unglücklicher. Sie vermisste die Kokospalmen, die Korallen und den ewigen Himmel ihrer kleinen Heimatinsel. Zudem hatte Jeb mit Saufen angefangen, und eines Abends hatte sie ihn mit einer Nachbarin im Bett erwischt. May hatte sich in der ganzen Zeit, wohl mehr aus Langeweile denn aus Interesse, immer stärker mit dem Internet auseinander gesetzt, und stellte in der Zwischenzeit sogar Blogs ins Netz. Hier konnte sie einer anonymen Gemeinde ihr Leid klagen, und siehe da, es kamen Ratschläge von allen Winkeln des Planeten. Der bizarrste Tip stammte aus Auckland selbst. May sollte ihren Partner unter einem Vorwand in das “House of Dreams” locken, eine opulente Villa am Stadtrand von Neuseelands Hauptstadt. Dort würden zwei kampfgeschulte Frauen seiner habhaft werden, ihm die Hände auf dem Rücken festbinden, ihn eine Treppe hochzerren und ihn in einem eigens dafür vorgesehenen Raum an einen Stuhl binden. Wehrlos würde er dann zusehen müssen, wie zwei Männer sich mit seiner Gattin vergnügten. Entweder würde die Situation ihn geil machen, oder ihm das Herz zerreissen. In beiden Fällen würde er sich nach dieser Therapie wieder intensiv um seine Frau bemühen, und sie würde in der Beziehung künftig Oberhand haben.

Der Donnerstag rückte heran, und May tat bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kein Auge zu. Jeb schnarchte neben ihr, und der Mond spielte mit fahlem Licht im Schlafzimmer der beiden. Er zeichnete bizarre Muster an die Decke, die auch von der Jalousie herrührten. Ob Mays Plan aufgehen würde? Sie liebte ihren Jeb doch, und sie wollte ihn zurück erobern. Dafür würde sie alles tun. Ja, auch das.

Am Donnerstag Nachmittag hatte Jeb frei genommen; er bastelte in seiner Werkstatt an einem Bücherregal. Gedankenversunken rieb er mit seinen grossen, aber feinnervigen Händen über die Politur, als leise die Tür aufging und May vor ihm stand. “Goddess in the doorway”, hätte Mick Jagger zu ihrem Anblick gesagt. Sie hatte die paar Stunden genutzt, um sich beim Friseur um die Ecke einen feschen Haarschnitt verpassen zu lassen, und hatte sich danach ausgiebig vor dem Spiegel zurecht gemacht. May erstrahlte in voller Schönheit; sie trug das traditionelle Kleid, in dem sie und Jeb sich in Rarotonga kennen gelernt hatten. Ihr Stufenschnitt liess das ovale, volle Gesicht noch besser zur Geltung kommen; May war zudem perfekt geschminkt. Grosse bunte Ohrringe unterstrichen ihre Schönheit. Sie trug offene Sandaletten, die ihre sorgfältig pedikürten Füsse sehen liessen. May wiegte sich lächelnd in den Hüften. “Barbecue heute Abend im House of Dreams”, sagte sie leichthin, “gehst Du mit?” „Donnerwetter“, entfuhr es Jebs trockener Kehle, „Donnerwetter!“ Er ging auf seine Frau zu und wollte sie in die Arme schliessen. Auch wenn es ihr schwer fiel: Sie wich ihm aus, ihrem geliebten, gut aussehenden Jeb, diesem verdammten Arschloch.

Um 19:30 Uhr machten sie sich, Hand in Hand, auf den Weg zum „House of Dreams“, das Jeb nicht mal vom Hörensagen kannte. Seine May aber auch! Das Luder war schon nicht zu unterschätzen, wenn es darum ging, einen gemütlichen und erlebnisreichen Sommerabend zu verbringen. Andächtig schritten die beiden durch den grosszügig angelegten Park, und May klingelte an der schweren Eichentür. Ihr Herz wäre ihr beinahe aus dem Hals gesprungen, so aufgeregt war sie. Eine hochgewachsene blonde Frau öffnete. Es vergingen bloss Sekunden, in denen Jeb von zwei Kämpferinnen, die hinter der “Gastgeberin” hervorschossen, gefesselt und mit einem blauen Tuch geknebelt wurde. Sein Blick zeigte Ueberraschung, aber auch Angst. Er fixierte seine Frau May, bis er mit den beiden “Geiselnehmerinnen” im diesigen Licht des Treppenhauses entschwand. May schluchzte leise, wurde aber von der Blonden getröstet und Ute vorgestellt. “Kommt schon gut, Süsse, bald wird Dein Alter rattenscharf sein auf Dich, wir werden das schon richten”, lächelte sie. Eine Viertelstunde später robbte May splitternackt vor Utes Kamera die Treppe hoch. Klar schämte sie sich, aber ihr Blut war in Wallung.

Bevor christliche Missionare mit ihrer Religion Rarotonga entzaubert hatten, war die Insel in einen geheimnisvollen bläulichen Nebel gehüllt gewesen. Goldenes Wasser war aus den Quellen gesprudelt, weisse Hirsche hatten am Berghang geäst, und Rarotongas Frauen hatten sich freien Willens die Männer ausgesucht, mit denen sie Sex haben wollten. Genussvoll hatten Mays Ahninnen sich unter Kokospalmen den kräftigen Penissen hingegeben, hatten lustig mit dem Hintern gewackelt und ihre vollen Brüste baumeln lassen. Das Besondere an rarotongas Frauen sind – nebst den Hibiskusblütenaugen – ihre vollen Schamlippen. Vulvaforscher wollen herausgefunden haben, dass die Venuslippen der Rarotonganerinnen einzigartig sind und einheimische Dichter immer wieder zu poetischen Höheflügen inspiriert haben.

Endlich oben an der Treppe angelangt, hielt Ute sich seufzend das Kreuz und richtete sich auf. May tat es ihr gleich und blickte an sich herunter. Ute lächelte ihr aufmunternd zu und begleitete sie durch einen langen Korridor. Eine Tür war bloss angelehnt; May wusste, was sie dahinter erwartete. Zögernd betrat sie den Raum und wurde mit einem warmen Händedruck empfangen. Nino, ein nackter Mann mit schulterlangem, sorgfältig frisiertem Haar begrüsste sie und führte sie zu einem grossen runden Bett. Der Raum hatte dunkelgelbe Tapeten und war dezent, mit indirektem Licht, beleuchtet. Nino machte keine Umschweife und bedeutete May, seinen Penis zu streicheln. Aus dem Augenwinkel heraus sah sie ihren Mann, Jeb, der an seinen Fesseln zerrte. Die Kämpferinnen aber hatten gute Arbeit geleistet. Auf was hatte sich May da bloss eingelassen? Sie war aber fest entschlossen, das Spiel zu Ende zu spielen. Sie massierte Ninos Hoden und fuhr mit der Zunge seinem Penisschaft entlang. Sie schob sich das schwere Glied in den Mund und reizte Ninos Eichel, indem sie sie mit der Zunge an ihren Gaumen drückte. Dann begann sie sanft zu saugen. Das “mmmph”, und “nnng” ihres Ehepartners, der verzweifelt ins Knebeltuch biss, überhörte sie geflissentlich. Dann wurde ein Scheinwerfer angemacht; ein zweiter Mann, Ricardo, näherte sich May. Er berührte sie an der Schulter und reichte seinem Kollegen die Hand zum Gruss. Er massierte Mays Kreuz mit einem duftenden Oel und stellte sicher, dass Jeb alles mitbekam. Er kniete sich hinter May, die noch immer mit Saugen beschäftigt war, und spielte mit ihren Brüsten. Dabei liess er seinen Blick auf Jeb ruhen. Dieser lehnte sich erschöpft zurück und liess den Dingen ihren Lauf. Allmählich kam May auf Touren; sie liess von Nino ab und nahm die Vierfüsserposition ein, die Jeb so liebte.
Ihren Hintern wandte sie direkt ihrem gefesselten Lebenspartner zu. Nino streichelte ausgiebig Mays prächtige Schamlippen und lächelte Jeb zu. Er spreizte ihre Vulva und gewährte dem Ehemann gnädigst Einblick ins Paradies. Dann konzentrierte er sich ganz auf Mays übergrosse Clitoris, und rieb, rieb, rieb… May stöhnte, was das Zeug hielt – das einzig Störende war das helle Licht, das dafür sorgen sollte, dass ihrem Gatten kein noch so kleines Detail entging. Nach so viel “Vorarbeit” machte Ricardo sich ans Werk. Er war italienischer Abstammung und hatte ein charaktervolles Gesicht mit tiefgrünen Augen und einem energischen Mund. Er spielte an seinem Penis herum, bis dieser prall und steif war, und wiegte sich dazu in den Hüften. Als wollte er Jeb um Erlaubnis fragen, nickte er ihm fragend zu und spreizte gleichzeitig mit seiner Rechten Mays Labien. Diese glänzten feucht, wohl auch deshalb, weil Ute sie zuvor mit Lipgloss behandelt hatte. Dann drang Ricardo frech und ohne zu zögern in May ein. “Hhhhh...” Mays Erregung war für alle Anwesenden gut zu spüren. Während sie Ninos Penis wieder zwischen ihre Lippen schob, massierte dieser ihre Brustknospen. Lüstern betrachtete Ricardo Mays kräftigen, sehr weiblichen Hintern und stiess immer wieder energisch zu. Zwischendurch zog er sich aus ihr zurück und vergewisserte sich, dass Jeb noch immer zuschaute. Grinsend kitzelte er Mays Pfläumchen und drang wieder in sie ein. “Mmmmph”, Ummmph”... Was Jeb wohl sagen wollte? Nachdem Ricardo auf Mays Rücken abgespritzt hatte, wechselten die beiden Männer die Position. Mit heftigen Bewegungen fickte Ricardo May in den Mund; diese rang nach Luft. Genüsslich ölte Nino ihren Anus ein und schob prüfend einen Finger in die “verbotene Zone”. May hatte noch nie Analverkehr gehabt, aber sie war so geil, dass ihr alles egal war. Die Anwesenheit ihres Mannes, wenngleich dieser wehrlos war, beruhigte sie irgendwie. So schlimm war das Ganze doch gar nicht… Nino liess alle Vorsicht walten, und er betrachtete lange Jebs geweitete Augen. Dann zwängte er seine Eichel in Mays Poloch. Er hatte anfänglich etwas Mühe, sich in ihr zu bewegen, und half mit Oel nach. Allmählich weitete Mays Schliessmuskel sich und verschaffte Nino nie geahnte Wonnen. Die Rarotonganerin wurde zum Vulkan, krallte sich wie eine Wildkatze in die rote Decke, auf der sie kniete. Dumpfe Stöhnlaute drangen aus ihr; Ricardo konnte von seinem Mundfick lange Zeit nicht ablassen. Diese Hibiskusaugen! Diese geile Naturfrau! Das tiefschwarze, glänzende Haar! Dieser Mund! Dieser Mund…Dann kamen beide Männer gleichzeitig. Wenig später liessen sie von May ab, verneigten sich vor dem gefesselten Jeb und verliessen den Raum.

Es dauerte nach diesem Ereignis dann doch eine ganze Weile, bis Jeb und May wieder zusammenfanden. Eine begleitende Therapie war vonnöten. Heute aber sind sie wieder glücklich vereint, Jeb arbeitet zwischendurch in seiner Werkstatt an Bücherregalen, May flicht sich Hibiskusblüten ins Haar, und ein Mal pro Jahr ist Urlaub in Rarotonga angesagt.

Das Bett teilte Jeb fortan ausschliesslich mit seiner Ehefrau May, der Ureinwohnerin aus Rarotonga.

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