House of the holes

Nach dem großen Sterben – Teil 6

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House of the holes

House of the holes

Reinhard Baer

Ellen erstarrte.
Ich schaute sie an „Was hast du?“
Sie schnappte nach Luft. „Das ist er, der Zuhälter! Mc Gee, … ihm gehört dieses ekelhafte Business. An ihn hat der Kredithai Linda verkauft. Es heißt, dass er sich selbst häufig an den Mädchen abreagiert, natürlich nicht hier unten.“ Ellen zitterte am ganzen Körper.  „Nein, das macht er in den Quartieren der Mädchen und er soll ein ganz perverses Schwein sein. Gewalttätig und gemein. Als ob das hier alles noch nicht genug wäre.“

Ich prägte mir sein Gesicht ein, man kann nie wissen. Dann gingen wir weiter.
Hinter der nächsten Ecke massierte die Hand einer unsichtbaren Frau - oder war es eine Männerhand - am unteren Loch einen Männerpimmel, während der solcherart stimulierte vor ihr stehende Hurenbock eine Frau leckte, die mit gespreizten in Schlaufen aufgehängten Oberschenkeln aus einer zweiten Öffnung ragte. Aus einigen Löchern wuchsen die Pimmel männlicher Sexsklaven, auf denen dann entweder Frauen mit rausgestreckten Hintern rumschubberten oder an denen schwule Freier herummanipulierten bzw. diese lutschten. Jill war in zwischen käsebleich geworden.

„Na, habt ihr genug gesehen?“, fragte Ellen bitter.
„Ja, lass uns gehen“, sagte ich schnell. Bevor wir das taten, beugte ich mich aber zu einer der Öffnungen hinunter. Die Frau die hier Dienst tun musste, hatte die Bewegung wahrgenommen und war in Erwartung eines steifen Schwanzes bereits mit geöffnetem Mund vor dem Loch in Stellung gegangen, als ich hindurchschaute: „Hey“, zischte ich leise „wo seid ihr untergebracht, wenn ihr nicht hier seid?“
‚Nicht hier seid‘. Ich hatte mich um jede andere Bezeichnung herumgedrückt. ‚Wenn ihr nicht arbeitet‘, ‚während ihr nicht zum Sex gezwungen werdet‘, das schien mir alles unpassend.
Die Frau, eine müde und abgekämpft wirkende brünette Enddreißigerin klappte ihren weit aufgerissenen Mund zu und flüsterte dann, „eine Etage drüber, warum?“
Aber ich antwortete nicht und schob die beiden Mädels vor mir her zum Ausgang.
Draußen rief uns der obligatorische ‚Anheizer‘, der Kunden zum Eintritt in das Etablissement animieren sollte, hinterher: „Hey, Freunde des Sexualsports, schaut mal wieder rein!“
„Das tun wir vielleicht mein Freund, … vielleicht tun wir das“, zischte Jill, als wir uns eiligen Schritts auf den Rückweg zur Herberge machten.

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