Der Bauernsohn löste sich aus den Armen der jungen Eodeva. Er drehte sich auf den Rücken und lauschte auf sein heftig pochendes Herz. So schön wie mit Tohona war es vorher bei keiner, er liebte sie wie nichts auf der Welt.
Die leidenschaftliche Schwarzhaarige kuschelte sich eng an ihn und flüsterte: »Du machst mich glücklich, Pedro! Ich möchte immer mit dir zusammensein.«
»Ich liebe dich auch.« Pedro drehte seinen Kopf so, dass er der in seinem Arm liegenden Frau einen dankbaren Kuss geben konnte, den sie freudig erwiderte.
»Stimmt das auch oder sagst du das nur so? Vielleicht hast du das zu Sobipu und Arispe auch gesagt? Ich habe jedenfalls keine Beschwerden von ihnen gehört.«
»Warum sollten sie sich auch beschweren? Ich war schließlich bei jeder die vorgeschriebenen zwei Handvoll Tage und Nächte. Ich habe Holz aus dem Wald geholt und zerkleinert, habe auf den Feldern gearbeitet, bei Sobipu das Dach ihrer Hütte ausgebessert und Arispe beim Schlachten eines Schafs und anschließendem Räuchern geholfen.«
»Und des Nachts? Hast du bei ihnen gelegen?«
»Natürlich, wo denn sonst? Ich habe sie in den Nächten warm gehalten, wie es Vorschrift ist.«
Tohona ließ in ihrer Fragerei nicht nach. »Und? Hast du mit ihnen …? Na, du weißt schon!«
»Liebste! Was willst du? Ich bin ein Mann – und dich kannte ich noch nicht! Du aber, meine Liebste, bist einfach unvergleichlich!«
Die stolze Tohona erhob sich vom gemeinsamen, mit weichen Fellen bedeckten Lager. Sie drehte sich noch einmal zu ihrem geliebten Pedro um, beugte sich zu ihm hinunter und gab ihm erneut einen Kuss. »Ruhe dich noch ein wenig aus! Ich fache erst einmal das Feuer an.«
Der Sohn eines spanischen Siedlers schaute der Amazone, die ihn nächtens sehr in Anspruch genommen hatte, verträumt hinterher.
Ich geb dich nicht mehr her
Trügerisches Glück – Teil 1
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Ich geb dich nicht mehr her
Lange vor der Gründung des Königreiches Femina gab es in den Kolonien Neuspaniens einige Amazonendörfer, die mit den spanischen Kolonisatoren einen Friedensvertrag geschlossen hatten, der ihnen jeweils für eine Zeitlang Männer zuführte.
Zwischen der Amazone Tohona des Volkes der Eodeva und dem dienstverpflichteten Pedro entbrennt während dessen Aufenthalt eine große Liebe.
Amazonen haben selten das Vergnügen, bei einem liebenden Mann zu liegen.
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