„Ich ziehe mich aus, siehst du es nicht?“
„Das ist wirklich nicht nötig, es reicht, wenn du deinen Schwanz herausnimmst.“ Doch ich beharrte auf meinem Vorhaben.
„Schau mal Milena, seien wir ehrlich. Ich habe seit mehr als einer Woche nicht mehr mit deiner Schwester geschlafen, weil sie ihre Tage hat, und ich spüre, dass sich viel, sehr viel Sperma in meinen Hoden ansammelt, und wenn das herausschießt, wie ein kleiner Tsunami, mache ich mir die Kleidung schmutzig. Außerdem finde ich es nicht gut, zu masturbieren, wenn man die Hose noch anhat. So etwas mache ich nie.“ Das mit meinen Spermareserven wusste ich natürlich nicht, aber ich wollte vor ihr mit meiner Potenz einfach angeben. Milena wurde rot wie eine Tomate, vermutlich weil sie sich den Tsunami bildlich vorstellte. Vielleicht aber auch, weil sie dachte, wie schön es wäre, diese männliche Energie selbst in sich zu spüren, statt dass es der nüchternen Forschung geopfert würde. Während wir uns unterhielten und ich nun daran ging, auch die Unterhosen auszuziehen, traf mich eine Erkenntnis wie ein Schlag in die Magengrube. Mir wurde plötzlich bewusst, dass ich noch gar keine Erektion hatte, noch gar keinen Ansatz einer Erektion. Das kannte ich gar nicht. Mit meiner Freundin ging immer alles ganz glatt. Aber jetzt vor Milena, nichts. Das war psychologisch, da war ich mir sicher. Ich hatte sie schon immer heimlich begehrt, und als sich plötzlich diese seltsame Konstellation ergab, legte sich der innere Schalter auf Null und ich wusste: So schnell würde er nicht wieder anspringen, weder der Schalter noch mein Penis. Um ehrlich zu sein, ich fürchtete auch jetzt gar keine mehr zu bekommen und vor allem keinen Tsunami, das war sowieso Quatsch gewesen. Aber was sollte ich tun? Konnte ich mich noch mehr blamieren?
Ich will dein Sperma
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