Immer wieder zögere ich das Unvermeidliche heraus, doch irgendwann halten wir es nicht mehr aus, geben uns ganz den Lustwellen hin, die uns mit Macht hinwegtragen. Nackt wie wir sind, kuscheln wir schließlich eng aneinandergeschmiegt und schlafen einfach ein. Bettinas Schlaf ist fest und ruhig, was mich wundert, denn ich wache immer wieder auf, zu lange habe ich nicht mehr die Nacht an der Seite einer Frau verbracht.
Ich betrachte die Konturen ihres Körpers im schwachen Licht der hereinscheinenden Straßenlaternen und höre ihre ruhigen Atemzüge, so dass ich immer wieder schnell einschlafe. Geweckt werde ich schließlich durch einen süßen Kuss, gefolgt von einem gehauchten „Guten Morgen mein Liebster“. Doch zum Kuscheln, oder gar für unanständige Dinge, bleibt leider keine Zeit, denn ich muss Brötchen holen. Bettina spielt heute Vormittag nämlich Orgel im Gottesdienst der evangelischen Gemeinde. So kann sie ihrem Hobby nachgehen und dabei sogar noch ein bisschen was dazuverdienen. Ich begleite sie natürlich, so wie meistens, denn ich liebe es ihr zuzuhören. Dabei bilde ich mir ein, dass sie heute kräftiger registriert und auch flotter spielt, aber das ist vermutlich wirklich nur Einbildung. Obwohl, als wir die Kirche verlassen, unterhalten wir uns noch kurz mit dem Pfarrer, der meint, sie hätte heute besonders schön gespielt. Ich grinse Bettina verstohlen an: Woran das wohl liegen mag. Nach dem Mittagessen machen wir unseren obligatorischen Spaziergang, schlendern Arm in Arm gemütlich durch den Park, hängen einfach schweigend unseren Gedanken nach. „Und, hast du schon Pläne für den Rest des Nachmittags?“ frage ich sie schließlich.
Bettina bleibt stehen und schaut mich unschuldig an: „Also, wenn es dir nicht zu langweilig wird, … können wir ja vielleicht das noch mal machen, … was wir gestern Nachmittag gemacht haben.
Ihr erstes Mal
Eine ungewöhnliche junge Frau
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