Im Bistro mit Bettina

Geschichten vom Anfang der Träume

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Im Bistro mit Bettina

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Stayhungry

Schlüter ihn bisher immer in dienstlichen Fragen angerufen und war dabei stets furchtbar angespannt bei vermeintlich unlösbarer Fragestellung. Gut, es war ja nichts dabei, wenn sie ihn auch jetzt noch um fachliche Auskunft bitten würde, auch wenn er nicht mehr zuständig war. Er fühlte sich dadurch eher geschmeichelt, und ein Telefonat mit ihr hatte er ja immer als Gewinn empfunden, auch wenn seine geheimen Gefühle und ihre sich da sichtlich nicht sehr entsprachen. Umso erstaunter war er, als sie ihn sehr direkt fragte, ob er sich Dienstag um 13 Uhr freinehmen könne, um sich mit ihr in Regensburg zu treffen. „Vollkommen undienstlich! Ich habe einen wichtigen privaten Termin und würde mich freuen, mit Ihnen nachher zu Mittag zu essen! Da könnten wir auf eine unverhoffte freudige Wendung anstoßen und Ihren aus meiner Sicht bedauerlichen Abschied in entspanntem Rahmen nachfeiern! Was sich bei mir getan hat? Verrate ich noch nicht! Da müssen Sie schon zusagen und sich bis zu unserem Essen gedulden!“, lachte sie ins Telefon und er sah ihr Zwinkern förmlich vor sich. Natürlich sagte er zu und organisierte schleunigst alles um für diesen Tag.

*

Peter Korth saß überpünktlich an dem Tisch auf der Terrasse des Bistrots, in dem Frau Dr. Schlüter reserviert hatte und sie verspätete sich wirklich nur wenig, was nach seiner jahrelangen Erfahrung ganz sicher nicht in ihrer Verantwortung lag. Mit einem strahlenden Lächeln kam sie auf ihn zu, ein traumhaftes ärmelloses Sommerkleid in matt glänzendem Bordeaux, eng anliegend, dazu dezenter Schmuck und ihr langes blondes Haar im Nacken gefasst in einem French Twist. Peters Brust war beengt; nervös sprang er auf und fasste die Hand, die sie ihm reichte. „Bettina!“, bot sie ihm zur Begrüßung an, und mit Kloß im Hals erwiderte er „Peter“.

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